Archiv für März 2008
Wie viele Microsoft Spezialisten gibt es?

Logo MSFT WindowsOftmals fragt man sich, wie viele MCP, MCSE, MCTS, etc gibt es denn eigentlich weltweit? Bei Microsoft werden diese Informationen ausgewertet und auf dem Learning Portal ausgewiesen: Number of Microsoft Certified Professionals Worldwide.

Gibt es doch Total 2’221’569 MCP’s… Interessant ist auch, dass die Anzahl “MCSE on Windows Server 2003″ im Vergleich zu “MCSE on Windows NT 4.0″ massiv zurückgegangen ist. Umso mehr hat es mich gefreut, dass ich mich zu den Ersten 2’990 MCTS on Windows Server 2008 zählen darf.

How-To: Windows XP auf VMware ESX instalieren

Logo VMwareBei der Installation von Windows XP als Virtual Machine auf einer VMware ESX Plattform, kann das Client  Operating System keine Hard Disk finden. Anstelle wird der Kopiervorgange mit folgender Fehlermeldung abgebrochen:

Es konnten keine installierten Festplattenlaufwerke gefunden werden.

Stellen sie sicher, dass alle Festplattenlaufwerke eingeschaltet und richtig mit dem Computer verbunden sind, und dass alle Hardwareeinstellungen für die Festplatenlaufwerke korrekt sind. Hierzu können sie beispielsweise ein Diagnose- oder Installationsprogramm des Herstellers ausführen.

Die Installation kann nicht fortgesetzt werden. Drücken sie die F3-TASTE, um die Installation abzubrechen.

Setup did not find any har disk drivers installed in your computer.

Make sure any hard disk drivers are powered on and properly connected to your computer, and that any disk-related hardware configuration is correct. This may involve running a manufacturer-supplied diagnostic or setup program.

Setup cannot continue. To quit Setup, press F3.

VMware verwendet für die Festplattenanbindung einen eigenen Controller, welcher nicht automatisch von Microsoft Windowsx XP erkannt wird. Die Ursache des Problems kann allerdings mit dem entsprechenden Driver auf einer Floppy Disk behoben werden. 

Vorbereitung

Bei VMware ESX können zwei SCSI Controller gewählt werden, welche jeweils unterschiedliche Treiber benötigen:

Zunächst muss der Treiber für den Virtual SCSI Controller als Floppy Disk Image bereitgestellt werden. Der für BusLogic erforderliche Treiber ist bereits als Image unter “vmimages/floppies/vmscsi-1.2.0.2.flp” auf dem ESX Server abgelegt. Alternativ kann dieses Floppy Disk Image auch von der Webseite heruntergeladen werden, zum Download…

Bei LSI Logic muss der Treiber für den LSI20320-R SCSI Controller von der Webseite heruntergeladen werden. Mit einem Program wie Winimage kann dann der Treiber als Floppy Disk Image gespeichert werden.

Installation

Die Installation sollte von Windows XP sollte wie folgt vorgenommen werden:

  1. Die Virtual Machine mit dem Windows XP Medium (ISO, oder CD) starten. Wichtig, die Floppy Disk sollte erst später eingelegt werden, da ansonsten direkt von der Floppy Disk gebootet wird.
  2. Beim Setup muss bei der Aufforderung die Taste “F6” gedrückt werden, damit zusätzliche SCSI Treiber geladen werden können.
  3. Nun wird die Floppy Disk benötigt. Mittels “VMware Infrastructure Client” kann das Floppy Disk Image gemountet werden. 
  4. Mit “Z” für “Zusätzliches Gerät” , oder in der englischen Version mit “S” für “Specify Additional Device”, kann der Treiber geladen werden. In Windows XP wird dieser als “VMware SCSI Controller” bezeichnet.
  5. Die Installation kann nun wie gewohnt fortgesetzt werden. Nicht vergessen nach Abschluss das .ISO und .FLP wieder abzuhängen und die VMware Tools zu laden.

Weitere Informationen

  • VMware KB 1000863: Windows XP setup cannot find any hard disk drives during installation
How-To: Spam Filter auf Exchange 2007 Hub-Transport installieren

Logo MSFT ExchangeBei Exchange Server 2007 ist für Spam / Virus Filtering die Edge Server Rolle vorgesehen. Wie auch schon bei der Vorgängerversion, kann in kleineren Umgebungen auch auf der Hub-Rolle die Anti-Spam Funktionen aktiviert werden. Per Default ist diese Funktion nur auf dem Edge Server aktiv, somit muss dieses Feature über die PowerShell installiert werden.

  1. Als erstes muss die “Exchange Management Shell” gestartet und in das Verzeichnis “%ProgramFiles%\Microsoft\Exchange Server\Scripts” gewechselt werden.
  2. Mit dem Befehl “install-antispamagents.ps1” werden die Anti-Spam Agents installiert:
    • Connection Filtering Agent
    • Content Filter Agent
    • Sender Id Agent
    • Sender Filter Agent
    • Recipient Filter Agent
    • Protocol Analysis Agent
  3. Der Vorgang wird mit folgender Meldung abgeschlossen:

    WARNING: The agents listed above have been installed. Please restart Microsoft Exchange Transport service for changes to take effect.

  4. Der Microsoft Exchange Transport Service (MSExchangeTransport) muss nun mit dem Befehl “Restart-Service MSExchangeTransport” neu gestartet werden.
  5. Nun wird in der Exchange Management Console unter “Organization Configuration / Hub Transport” der Reiter “Anti-spam” angezeigt.

Damit der Anti-Spam Filter auch über aktuelle Informationen verfügt, muss noch die automatische Update Funktion aktiviert werden “Enable-AntispamUpdates -Identity $servername -IPReputationUpdatesEnabled $True -UpdateMode Automatic -SpamSignatureUpdatesEnabled $True“. Der Status kann mit dem Befehl “Get-AntispamUpdates” abgefragt werden.

Weitere Informationen zu Exchange 2007 Anti-Spam gibt es bei Technet:

How-To: VMware VMDK in Microsoft’s VHD konvertieren

Logo Microsoft System CenterWer von VMware ESX auf den Hypervisor von Microsoft umsteigt, möchte auch die bereits virtualisierten Server auf die neue Hyper-V Plattform migrieren. Da bei VMware die Daten in einer *.vmdk Datei gespeichert werden, müssen diese in das *.vhd Format von Microsoft konvertiert werden. Eine solche Migration von Virtuellen Hard Disks lässt sich mit verschiedenen Tools durchzuführen:

Microsoft System Center Virtual Machine Manager

Besonders zu empfehlen ist allerdings der System Center Virtual Machine Manager von Microsoft. Mit VMM können Virtual Machines direkt von VMware migriert werden, dies wird als “virtual-to-virtual machine (V2V) conversion” bezeichnet. Für die Konvertierung von VMware Virtual Machines stehen mit VMM drei Methoden zur Verfügung:

  • Direkt von einem VMware ESX Host
  • Von der VMM Library
  • Von einem Windows oder NFS Share

Für die Migration direkt von einem VMware System, müssen die ESX Hosts zunächst durch VMM verwaltet werden. Danach werden die Virtual Machines indexiert und in VMM aufgeführt. Für die Migration muss die VM allerdings im offline Status sein. Alternativ können die zu migrierenden *.vmx und *.vmdk Dateien in die VMM Library kopiert werden. Die nachfolgende Grafik zeigt die verschiedenen Möglichkeiten auf:

Der Assistent zum Konvertieren von virtuellen Maschinen kann in der Action Pane gestartet werden. Dabei werden folgende Schritte durchgeführt:

  1. Das Disk Format und Virtual Machine wird identifiziert
  2. Konvertierung der *.vmdk Dateien in das *.vhd Format
  3. Vorbereitung der Virtual Machine

Die ursprünglichen VMware Virtual Machines werden weder verändertn, noch durch die Konvertierung entfernt. Die Konvertierung kann auch vollständig mittels PowerShell durchgeführt und automatisiert werden.

StartWind V2V Converter

Tools wie VMDK2VHD funktionieren tadellos. Aber auch kostenpflichtige Tools wie WinImage kann für einen solchen Migrations-Vorgang eingesetzt werden. Mit StarWind Software hat nun auch ein weiterer bekannter Third-Party Hersteller ein kostenloses Tool ins Sortiment aufgenommen. Der V2V Converter kann *.vmdk in *.vhd Dateien konvertieren. Dabei wird eine Sektor-weise Kopieroperation gestartet, welche die Quelldateien unverändert lässt, so dass diese weiterverwendet werden können.

Eine detaillierte Anleitung für eine Migration von *.vmdk nach *.vhd gibt es in diesem Artikel.

Citrix XenConvert

Eine der interessantesten Lösungen unter den kostenlosen Angeboten kommt aus dem Hause Citrix und heisst XenConvert. XenConvert ist nicht nur eine Lösung für Virtual-to-Virtual (V2V), sondern zugleich auch für Physical-to-Virtual (P2V) Migrationen. Migriert werden können Systeme welche in einem online oder offline Modus sind, sowie Winodws und Linux Operating Systems. XenConvert stellt diverse unterstützte Ausgabe-Formate zur Auswahl, VHD, OVF (Open Virtualization Format) und XVA (Xen Virtual Appliance), welche wiederum von Hyper-V, XenServer oder Provisioning Server genutzt werden können.

In der neuen Versionen wurden zudem folgende Verbesserungen eingeführt:

  • Verbesserte Leistung bei der Konvertierung (teilweise bis 75% schneller)
  • Erweiterter Support für P2V bei multiplen Disks / Volumes
  • Grössenänderungen von Disks oder Volumes be P2V konvertierungen
  • Erweiterter Linux Support (V2V)
  • Wizward für Command Line Support (Scripts)
  • Erweiterter Support für VMWare und Hyper-V konvertierungen
  • Erweiterter Support für OVF (Open Virtualization Format)

Source

Die Source für XenConvert kann direkt bei Citrix heruntergeladen werden, zum Download… Wichtig! Natürlich gibt es andere Lokationen welche weitere Downloads anbieten, es sollte allerdings nur offizielle Builds und Download Centers aufgesucht werden. Zitat Forrest Gump: “Man weiss nie, was man kriegt.”

  • Version: 2.1
  • Date Published: 2010-02-12
  • Language: Englisch
  • Format: *.exe
  • Publisher: Citrix
  • License: Freeware

Im Vergleich zu vielen anderen Lösungen, steht Citrix XenConvert 2.1 als 32-Bit sowie auch als 64-Bit Version zur Verfügung.

Weitere Information

How-To: Windows Share unter VMware ESX einbinden

Logo VMwareIn manchen Situationen ist es hilfreich, wenn auch von der ESX Service Console auf ein Network-Share zugegriffen werden kann. Mit wenigen Anpassungen ist dies ohne weiteres möglich:

  1. Als root auf der ESX Service Consoler einloggen
  2. Die ESX interne Firewall muss für den smbClient konfiguriert werden: „esxcfg-firewall -enableService smbClient
  3. Mit “mkdir /mnt/myshare” muss ein lokaler Mount Point angelegt werden.
  4. Die Verbindung wird mit folgendem Befehl  hergestellt: mount -t smbfs -o username=<user>/<domain-name>,password=<password> //<server-name>/<share> /mnt/myshare

Mit “umount /mnt/myshare” kann die Verbindung wieder aufgehoben werden. Der Mount-Point wird mit “rmdir /mnt/myshare” wieder gelöscht.