cat-hyper-v

Hyper-V CPU Anforderungen

HYPER-V

Wer Server virtualisieren will, muss entsprechende Hardware bereitstellen. Für den Einsatz von Hyper-V wird die Technologie “Processor Virtualization Extensions” vorausgesetzt. Wie so oft wird dies bei den Prozessor Hersteller jeweils unter dem eigenem Namen geführt. Bei AMD nennt sich die Technologie “AMD-V” und bei Intel wird dies unter “Intel-VT” vermarktet. Werden die notwendigen Funktionen im BIOS nicht aktiviert, wird folgende Fehlermeldung beim Start einer Virtual Machine (VM) angezeigt:

The virtual machine could not be started because the hypervisor is not running.

Zusätzlich wird im Event Log folgender Eintrag erstellt:

Log Name: Microsoft-Windows-Virtualization-Worker-Admin
Source: Microsoft-Windows-Virtualization-Worker
Event ID: 3112
Level: Error
Description: The virtual machine could not be started because the hypervisor is not running.  The following actions may help you resolve the problem:
1) Verify that the processor of the physical computer has a supported version of hardware-assisted virtualization.
2) Verify that hardware-assisted virtualization and hardware-assisted data execution protection are enabled in the BIOS of the physical computer.  (If you edit the BIOS to enable either setting, you must turn off the power to the physical computer and then turn it back on.  Resetting the physical computer is not sufficient.)
3) If you have made changes to the Boot Configuration Data store, review these changes to ensure that the hypervisor is configured to launch automatically.

Hardware Virtualization

Die Hersteller stellen zur Überprüfung der aktuellen BIOS Einstellung sogenannte System Compatibility Check Utilities bereit. Bei AMD muss der Prozessor die “AMD Virtualization” (AMD-V) unterstützen was sich mit dem “AMD Virtualization Technology and Microsoft Hyper-V System Compatibility Check Utility” überprüfen lässt. Bei INTEL wird dies als “Intel Processor Identification Utility” bereitgestellt. Für Hyper-V muss der Prozessor die “Intel Virtualization Technology” (Intel-VT) unterstützen.

Alternativ kann auch das 3rd Party Tool SecurAble für den Test verwendet werden, downloaden, starten, prüfen:

Hyper-V CPU Anforderungen

Zur Information, es gibt zwar mit “Hardware-Assisted Virtualization Detection Tool” inzwischen auch ein Tool von Microsoft um die Hardware Kompatibilität zu prüfen. Allerdings ist dies nur für Windows Virtual PC ausgelegt. Das heisst es werden auch nur Windows XP, Windows und Windows 7 unterstützt – nicht Windows Server 2008 (R2)!

Data Execution Protection (DEP)

Im BIOS muss zusätzlich zur Hardware Virtualization auch die Funktion “Data Execution Protection” (DEP) aktiviert werden. Ohne lässt sich die Hyper-V Rolle nicht installieren. Doch wird auch diese Technologie  je nach Hersteller unter einem eigenen Namen geführt:

  • AMD: No eXecute (NX) bit
  • Intel: eXecute Disable (XD) bit

Ob DEP bereits aktiviert wurde lässt sich leicht mit einer “Windows Management Instrumentation” (WMI) Abfrage überprüfen. Dazu muss ein Command Prompt geöffnet und folgenden Befehl ausgeführt werden, administrative Rechte sind für diesen Vorgang erforderlich: wmic OS Get DataExecutionPrevention_Available Mit der Ausgabe “True” wurde “Data Execution Protection” (DEP) erfolgreich aktiviert.

BIOS Konfiguration

Wird Hardware Virtualization oder Data Execution Protection im BIOS aktiviert, erfordert der Computer einen Hard-Reboot, also Power-Off. Um absolut sicher zu gehen, empfiehlt es sich den Server sogar kurz vom Strom zu trennen.

Bei einem HP ProLiant DL 380 G5 kann die Konfiguration wie folgt durchgeführt werden. Mit “F9″ wird das BIOS aufgerufen:

  • Hardware Virtualization
    • Advanced Options ⇒ Processor Options.. ⇒ Intel(R) Virtualization Technology
  • Data Execution Protection (DEP)
    • Advanced Options ⇒ Processor Options.. ⇒ No-Excecute Memory Protection

Weitere Informationen

Hyper-V

, ,

About the Author

Michel Luescher ist bei Microsoft Corporation als Architect im Center of Excellence (CoE) für Modern Datacenter tätig. Als technischer Berater fokussiert er sich auf die Planung und Umsetzung von Projekten mit dem Fokus auf Microsoft Cloud Lösungen für Datacenter im Enterprise und Service Provider Umfeld. { Hyper-V + System Center + Windows Azure = Your Cloud }.

Comments (3)

  • Dietmar says:

    Hi Michel

    Danke für den tollen Artikel. Dank dem Intel Utility und deinen zusammengestellten Informationen konnte ich Hyper-V endlich erfolgreich installieren. Ich musste allerdings bei meinem OEM-System folgenden Workaround machen:

    1) Unter “BIOS – CPU Settings – Execute Disable Bit” deaktivieren. Für die Installation muss im Utility “Intel VT” auf “Yes” stehen.
    2) Server Power-Off / Power-On
    3) Installation von Hyper-V
    4) Unter “BIOS – CPU Settings – Execute Disable Bit” wieder aktivieren. Für den Start von virtuelle Maschinen muss “Execute Disable Bit” auf “Yes” stehen. Intel VT ist bei mir zwar auf “No”, aber es funktioniert alles.

    mfg
    Dietmar

     
  • Jens says:

    Hallo Dietmar,

    welche CPU / Motherboard Kombination nutzt Du denn?

    Gruß
    Jens

     
  • Stefan says:

    Hallo,
    sollte jemand mit “neuen”(Opteron 6200) AMD Prozessoren hantieren, ist ein Hotfix notwendig:
    http://hotfixv4.microsoft.com/Windows%207/Windows%20Server2008%20R2%20SP1/sp2/Fix369475/7600/free/434304_intl_x64_zip.exe

    Quelle:
    http://www.overclockers.com/forums/archive/index.php/t-690662.html
    lg
    Stefan

     

Hinterlasse eine Antwort.

Provisioning Server Target Device crash mit BSOD How-To: Hyper-V mit Windows Server Core 2008