Archiv für September 2008
Exchange Services aus dem Internet testen

Das Exchange Server Development Team hat mit “testexchangeconnectivity.com” eine Webpage online gestellt, worüber Exchange Verantwortliche ihren Server vom Internet aus testen können. Mit dem “Remote Connectivity Analyzer” stehen aktuell folgende Tests zur Verfügung:

  • Microsoft Office Outlook 2007 Autodiscover Connectivity Test
    This test will walk through the steps Microsoft Office Outlook 2007 uses to connect to Autodiscover
  • Microsoft Office Outlook 2003 RPC/HTTP Connectivity Test
    This test will walk through the steps Microsoft Office Outlook 2003 uses to connect via RPC/HTTP
  • Microsoft Exchange ActiveSync Autodiscover Test
    This test will walk through the steps a Windows Mobile 6.1 device (or another AirSync licensed device) uses to connect to the Autodiscover Service
  • Microsoft Exchange ActiveSync Test
    This test will simulate the steps a mobile device uses to connect to an Exchange Server using Exchange ActiveSync.
  • Inbound SMTP Email Test
    This test will walk through the steps an Internet e-mail server uses to send inbound SMTP email to your domain

Der Link ist sehr zu empfehlen. Die Verwendung ist gratis, aber…

This tool can be used for testing purposes or entertainment value and is not supported by Microsoft Product Support in any way.

How-To: Angepasste Exchange Management Console erstellen

Für die Verwaltung einer Exchange Server Infrastruktur, kann es hilfreich sein, sich eine passende Management Console zusammenzustellen. Dies kann mit Boardmittel einfach realisiert werden:

  1. Zunächst muss eine “leere” Microsoft Management Console (MMC) gestartet werden. Dann können mittels “File ⇒ Add/Remove Snap-in…” die gewünschten Snap-ins hinzugefügt werden. Zum Beispiel eigenen sich folgende Snap-ins besonders:
    • Active Directory Users and Computers
    • Exchange Server 2007
    • Public Folder Management
    • Queue Viewer
  2. Mit “OK” kann die Auswahl abgeschlossen werden. Diese wird dann in der MMC bereits im “Console tree” angezeigt. Der Status “Not connected” bei Public Folder Management wird automatisch korrigiert, sobald die Verbindung zum Exchange Server aufgebaut wurde.
  3. Das “Look and feel” kann nun nach eigenen Bedürfnissen angepasst werden. Dazu muss “File ⇒ Options…” geöffnet werden:
    • Name: Exchange Server Tools
    • Icon: Das Exchange Server Icon findet man unter “C:\Program Files\Microsoft\Exchange Server\Bin\ExSetupUI.exe
  4. In der Main MMC kann auch der Titel “Console Root” analog dem MMC-Name umbenannte werden.
  5. Damit nicht immer die Meldung “Do you wan to save changes” kommt, sollte auch der “Security Mode” angepasst werden:
    • Console Mode: User Mode – Full Access
    • Do not save changes to this console: Aktiviert
    • Allow the user to customize views: Aktiviert
  6. Ist die “Action Pane” nicht by Default aktiviert, sollte dies mittels “View ⇒ Customize…” noch nachgeholt werden.
  7. Nun muss die neue Management Console nur noch gespeichert werden. Mit ”File ⇒ Save As…” kann das File an einen zentralen Ort abgelegt werden. Mittels einem Shortcut können die Administratoren einfach und schnell auf die Console zugreifen.

Übrigens, wenn man das MSC-File zukünftig editiert will, so muss dieses nur als “Author” (Rechte Maustaste ⇒ Author) gestartet werden. Eine solche Management Console lässt sich mit belieben Snap-ins erweitern. Ein interessanter Artikel zu Active Directory Custom MMC hat Daniel Petri verfasst.

Weitere Informationen

Microsoft Hyper-V Server 2008

Logo Microsoft Windows Server 2008Neue Version, neuer Artikel: Hyper-V Server 2008 R2 released

Citrix XenServer 5.0 released

XenServer wurde in der Version 4.2 als Project “Orlando” gestartet. Im Zug der Product Releases wurde die Versionsnummer auf 5.0 angepasst. Citrix startet mit XenServer 5.0 durch und versucht im Virtualisierungsmarkt weitere Anteile zu gewinnen. Da das Produkt perfekt auf Citrix XenApp abgestimmt /angepasst wurde, könnten die Chancen für XenServer ziemlich gut stehen. Tests mit XenServer Beta 1 bis und mit RC3 haben einen positiven Eindruck im Vergleich zur Version 4.1 hinterlassen. Eine persönliche Wertung im Bezug zu VMware ESX, oder Hyper-V würde den Rahmen sprengen… Die neue Version und weitere Informationen können direkt bei Citrix, oder auf der neu aufgeschaltenen Webpage xenserver5.com nachgelesen werden. XenServer 5.0 steht in vier Editionen zur Auswahl:

  • Express Edition
  • Standard Edition
  • Enterprise Edition
  • Platinum Edition

Die Express Edition ist nach wie vor gratis verfügbar und eignet sich daher gut als Einsteiger-Model. Im Detail werden die Funktionen der einzelnen Editionen in der folgenden Grafik erläutert:

XenServer Editions

XenServer 5.0 wurde im Rahmen des Server Virtualization Validation Program (SVVP) von Microsoft als Hypervisor für Windows Server 2008 zertifiziert. Weitere Informationen dazu stehen auch in diesem Artikel.

Bill Gates und Jerry Seinfeld werben für Microsoft

Seit wenigen Tagen läuft der neue Microsoft Werbespot im amerikanischen Fernsehen. Der Komiker Jerry Seinfeld, unteranderem bekannt aus der Comedy-Serie “Seinfeld”, trifft in einem in einem Schuhgeschäft auf Bill Gates und unterhält sich während unteranderm über “essbare Computer”. Inzwischen wurde bereits das zweite Video veröffentlicht, wo Jerry und Bill als Familie gezeigt werden. Das ganze läuft unter dem Motto “The Future. Delicious.”

Citrix Product Naming und Acronyms

Im Jungel der vielen neuen Citrix Products / Releases wurden das Products Naming überdacht, im Fokus steht die Virtualisierung mit dem Label “XEN”. Zu diesem Change hat Gus Pinto mehr in seinem Blog geschrieben.

  • Citrix Presentation Server = Citrix XenApp
  • Citrix Desktop Server = XenDesktop
  • XenSource = XenServer
  • Ardence = Provisioning Server

Einzig der Provisioning Server wurde noch nicht “xenisiert”. Eventuell wird der Namen in einem neuen Release zum Beispiel auf XenStream geändert…

Zudem werden in der Umgangssprache, oder auch in Artikel, gerne Acronyms für die Product Names verwendet. Um dabei den Überblick behalten zu können, gibt es auch dazu eine Liste der aktuellen Citrix Product Acronyms:

  • Access Management Console = AMC
  • Desktop Delivery Controller = DDC
  • Provisioning Server = PVS
  • Virtual Desktop Agent = VDA
  • Windows Communication Foundation = WCF
  • XenApp = XA
  • XenDesktop = XD
  • XenServer = XS

Last but not least werden auch in der “Legacy Product Matrix Table” ausschliesslich Acronyms verwendet:

  • Notice of Status Change = NSC
  • End of Sales = EOS
  • End of Maintenance = EOM
  • End of Life = EOL
Citrix Stencils für Microsoft Visio

Zu den vielen neuen Citrix Produkten, wie zum Beispiel Provisioning oder XenServer, können bei Citrix passende Vision Stencils heruntergeladen werden. Diese werden im Blog von Daniel Feller bereitgestellt. Hier geht es direkt zum Download… 

For quite a few years, I’ve developed a set of Visio stencils that I’ve used, along with many of my coworkers, to create detailed design architectures for a Citrix solution. The stencils have morphed over the years and I have now consolidated them into a single package. This one stencil has just about everything you will need to create detailed Citrix solution diagrams. Included are items for the following products:

  • XenApp
  • XenDesktop
  • XenServer
  • NetScaler (includes rack-mountable stencils and NetScaler MPX)
  • WANScaler (including the new Branch Repeater)
  • Access Gateway
  • Application Firewall
  • Provisioning Server
  • EdgeSight
  • Password Manager
  • Workflow Studio

Weitere hilfreiche Informationen und Links zu Downloads gibt es in der Kategorie Visio Stencils.

How-To: Apple iPhone mit Exchange Server verbinden

Logo iPhone MailLogo Microsoft Exchange Server 2007 iPhone ist nach wie vor ein sehr beliebtes, trendiges Mobile. Inzwischen hat es auch im Geschäftsumfeld Einzug gehalten. Gemäss Marketing-Slogan kann das iPhone direkt nach dem Auspacken eine Verbindung zu Microsoft Exchange herstellen. Natürlich muss auf dem Exchange Server zunächst Exchange ActiveSync aktiviert und konfiguriert sein. Microsoft stellt dazu Anleitungen auf TechNet zur Verfügung:

Oftmals kann keine erfolgreiche Verbindung aufgebaut werden da kein SSL Zertifikat, oder dieses nicht richtig installiert wurde. Bei Problemen ist der “Exchange Remote Connectivity Analyzer“ eine gute Anlaufstelle.

Damit nun ein Apple iPhone mit dem Exchange Server von Microsoft verbunden werden kann, sind eine Einstellungen erforderlich. Nachfolgend wird diese Konfiguration genauer beschrieben:

  1. Für eine Verbindung zu einem Exchange Server Account, muss zumindest das iPhone Operating System in der Version 2.0 installiert sein. Mit iTunes kann das Mobile jeweils auf dem neusten Release aktualisiert werden. Weitere Informationen zum Update Vorgang gibt es direkt bei Apple.
  2. Bevor mit der Konfiguration begonnen wird, sollte das iPhone sowie auch das Exchange Postfach (insbesondere auch Kalender und Kontakte) gesichert werden.
  3. Ist das iPhone nun bereit, kann im Menu “Einstellungen – Mail, Kontakte, Kalender” ein Microsoft Exchange Account hinzugefügt werden. Sollten Problemen auftreten, ist es hilfreich allenfalls zuvor erstellte Accounts zu entfernen.
    How-To: Apple iPhone mit Exchange Server verbinden
  4. Für die Synchronisation mittels ActiveSync sind folgende Benutzerspezifische Informationen erforderlich:
    • E-Mail Adresse: Die komplette E-Mail Adresse des Benutzers, zum Beispiel “joe.doe@contoso.com”
    • Benutzername: Der Windows Account des Benutzer, zum Beispiel “CONTOSO\jdoe” oder auch “joe.doe@contoso.com”
    • Passwort: Das zum Benutzer zugehörige Windows Passwort, zum Beispiel “********”
    • Beschreibung: Eine Aussagekräftige Beschreibung für den Account, zum Beispiel “Mein Business Mail (Exchange)”
  5. Das iPhone versucht nun die Server Konfiguration automatisch zu ermitteln. Dazu wird die Domain der ein eingegebenen E-Mail Adresse verwendet um an die benötigten Informationen zu gelangen, in diesem Beispiel wäre dies “contoso.com”. Mit Autodiscover von Exchange Server 2007 funktioniert dies in der Regel einwandfrei. Wird noch Exchange Server 2003 ausgeführt, muss der fehlende Server allerdings manuell eingetragen werden. Die URL für Exchange ActiveSync ist analog der von Outlook Web Access, zum Beispiel “owa.contoso.com”.
    How-To: Apple iPhone mit Exchange Server verbinden
  6. Es kann durchaus vorkommen, dass eine Fehlermeldung “Zertifikat konnte nicht überprüft werden” angezeigt wird. Diese Meldung muss zwingend akzeptiert werden um fortfahren zu können.
  7. Sobald die Verbindung zum Exchange Server erfolgreich hergestellt wurde, werden auch die auf dem Server definierten Mobile Device Richtlinien angewandt. Je nach Konfiguration muss nun ein zusätzlicher Passcode (PIN) für die Freigabe des iPhone definiert werden.
  8. Der Benutzer kann nun selbst definieren, ob zukünftig Kalender, Kontakte oder nur E-Mails mit dem iPhone synchronisiert werden sollen. Wichtig, die bisherig angelegten Kontakte- und der Kalender-Einträge werden nicht überschrieben. Diese stehen in einem separaten Ordner noch zur Verfügung. Zukünftig steht allerdings die Synchronisation mittels iTunes nicht mehr zur Verfügung.
    How-To: Apple iPhone mit Exchange Server verbinden

Hilfreiche Informationen stehen auch im Enterprise Deployment Guide. Apple stellt zudem auf der Webseite ein “iPhone Configuration Utility” zur Verfügung, welches für die Konfiguration behilflich ist.

Troubleshooting

Eine typische und sehr oft auftretende Fehlermeldung bei der Konfiguration eines iPhones mit Microsoft Exchange Server ist folgende:

Cannot Get Mail – The connection to the server failed.

E-Mails können nicht empfangen werden - Die Verbindung mit dem Server ist fehlgeschlagen.

In einer solchen Situation muss zunächst das Zertifikat überprüft werden. Sollte dem iPhone das Stammzertifikat (Root CA) fehlen, so kann die SSL-Verbindung nicht aufgebaut werden. Wird allerdings bereits ein öffentliches Zertifikat (wie zum Beispiel von VeriSign) eingesetzt, so ist dies bereits auf dem iPhone vorinstalliert.

Allerdings kann es auch zu dieser Fehlermeldung kommen, wenn bei der Account Einstellung eine falsche URL (wie zum Beispiel owa.contoso.com/owa) bei der Server-Adresse eingetragen wurde. Der Fehler in der URL (/owa) kann allerding sehr einfach auch nachträglich behoben werden. Dazu muss einfach der Exchange Account nochmals geöffnet und bearbeitet werden: Einstellungen – Mail, Kontakte, Kalender – Account “Mein Business Mail (Exchange)”.

Bei Probleme mit dem iOS 4.0 hilft der Artikel von Daniel Melanchthon weiter.

 

Konfiguration für Windows Live (Hotmail)

Für Nutzer von Microsofts Windows Live (aka. Hotmail) war bislang die Mail Konfiguration leider nicht so einfach. Mit “Mail Notifier” von der Firma enflick wird es nun auch möglich, Push Mail mit dem Hotmail, GMail und AOL Postfach zu nutzen. Die Anwendung kann für $4.99 im Apple AppStore bezogen werden.
How-To: Apple iPhone mit Exchange Server verbinden

Weitere Informationen

Disclaimer

Der Artikel wurde mit dem Einverständnis des Autors auch bei faq-o-matic.net veröffentlicht.

How-To: E-Mails mit Telnet versenden

Wenn ein System keine E-Mails mehr empfängt, ist ein ganzer Betrieb gefährdet. Ein Hilfreiches Tool zum Erstellen einer Diagnose sind die “Mail flow tools”, speziell der “Mail Flow troubleshooter” von Exchange Server 2007. Altbewährt ist auch die Variante mittels Telnet. Bei Windows Vista, oder Server 2008 muss dazu allerdings zuerst das Tool nachinstalliert werden, dazu in diesem Artikel mehr.

Damit überhaupt eine Telnet Session mit dem Mail-Server aufgebaut werden kann, muss dessen Namen bekannt sein. Mit “nslookup -type=MX MyDomain.ch” können die eingetragenen Mail-Server der jeweiligen Domain herausgefunden werden. Ein E-Mail wird mit folgenden Befehlen versendet:

  1. Eine Verbindung mit dem Mail-Server wird mit dem Befehl “telnet Server.MyDomain.ch 25” aufgebaut. Ist der Verbindungsaufbau erfolgreich, meldet sich ein Exchange Server 2007 wie folgt: 220 Server.MyDomain.ch Microsoft ESMTP MAIL Service ready at Mon, 8 Sep 2008 20:56:10 +0200
  2. Die Anmeldung des Client wird mit “HELO MyDomain.ch” vorgenommen. Der Server antwortet in diesem Fall mit “Hello [172.25.1.104]“.
  3. Um eine E-Mail zu versenden müssen die Parameter From, To und Data eingegeben werden.
    • MAIL FROM: test@TestDomain.ch“. Bei korrekter Eingabe wird dies mit “250 2.1.0 Sender OK” bestätigt.
    • RCPT TO: MyAccount@MyDomain.ch“. Bei korrekter Eingabe wird dies mit ”250 2.1.5 Recipient OK” bestätigt.
    • Um eine Nachricht zu verfassen muss “DATA“, gefolgt von dem eigentlichen Text eingegeben werden.
    • Mit “.” wird die Nachricht zur Übermittlung freigegeben. Dies wird mit “250 2.6.0 <76e59330-2b45-405e-aa41-0e2b9d553cf9@Server.MyDomain.ch> Queued mail for delivery” bestätigt.
  4. Mit “quit” wird die Verbindung beendet. Der Server verabschiedet sich mit “221 2.0.0 Service closing transmission channel“.

Wem dies zu kompliziert ist, kann auch auf das Tool SMTP Diagnostics zurückgreifen.

Weitere Informationen

  • Microsoft KB 153119: Telnet to Port 25 to Test SMTP Communication
Das ist Microsoft Unfied Communication

Es ist doch immer wieder interessant, wie Hersteller in Kino-Filmen für ihre Produkte werben. Im Film “The Devil Wears Prada” (mit Meryl Streep und Anne Hathaway) setzt die Mode-Firma auf modernsten Kommunikationsmitteln aus dem Haus Microsoft und dekt fast alle Bereiche der Microsoft Unified Communications Technologie ab:

  • Office Communication Server
  • VOIP Telefonie
  • Windows Mobile
  • Voice-to-Exchange Server 2007
  • Live-Meeting

Mit etwas Humor wird aufgezeigt, wie nützlich die UC Technologie im Business-Einsatz eingesetzt werden kann.

Weitere Informationen