Archiv für April 2009
Wieso es Hyper-V nicht für 32-Bit Hardware gibt

Logo Microsoft Windows Server 2008Microsoft Hyper-V ist ein fester Bestandteil des Windows Server 2008, doch wieso gibt es den Hypervisor nicht auch für die 32-Bit (x86) Version? Dies hat seinen Hintergrund in der Architektur von Hyper-V, sowie auch XenServer von Citrix, welche für den Betrieb ein 64-Bit (x64) taugliches System mit der Processor Technology zur Hardware Virtualization erfordern. Die Gemeinsamkeit mit der Xen Architektur ist eigentlich auch keine Überraschung, da es zwischen Microsoft und XenSource, inzwischen durch Citrix übernommen, seit Mitte 2006 eine Vereinbarung gibt.

Hyper-V läuft also ausschliesslich mit der 64-Bit Version von Windows Server 2008 und setzt für den Betrieb eine CPU mit Intel VT beziehungsweise AMD-V Erweiterungen voraus. Wie der direkte Hardware Zugriff aussieht, lässt sich am besten mit der Architektur des Hypervisor zeigen:

Wieso es Hyper-V nicht für 32-Bit Hardware gibt
Quelle: msdn.microsoft.com

Alle Implementierungen von Hyper-V besitzen eine Parent Partition (Management OS). In dieser Parent Partition werden alle Treiber für die Child Partitions (Guest OS) bereitstellt. Sie verwaltet somit die Hyper-V Machines und enthält nebenbei auch die Hyper-V Management Console. Guest Virtual Machines laufen in den angesprochenen Child Partitions, davon gibt es zwei Typen:

  • Enlightened Child Partition
    • Hyper-V Aware Windows Operating Systems
    • Hyper-V Aware non-Windows Operating Systems
  • Unenlightened Child Partition
    • Non Hyper-V Aware Operating Systems

Virtual Machines werden mittels “Integration Services” für den Betrieb auf Hyper-V optimiert. Dieser Vorgang wird bei Microsoft als “Operating System Enlightenment” bezeichnet. Der Kernel der Child Partition wird dabei so angepasst, dass Processor und Memory Zugriffe direkt über die Hypercall-API an die physische Hardware weitergeleitet werden. Hard Disk und Network Zugriff laufen dabei über den VMBus und werden dann über die Drivers der Parent Partition an die Hardware durchgereicht. Die Hyper-V Integration Components unterstützen zudem folgende Funktionen:

  • Time synchronization
  • Volume Shadow Copy Service (VSS)
  • Heartbeat functionality
  • Guest shutdown
  • Key value pair exchange (wird benutzt um auf die Guest OS Registry zuzugreifen)
  • OS identification

Aufgrund der Hypervisor Architektur wird praktische jede moderne Hardware unterstützt. Die optimale Performance erzielt man mit Virtual Machines die wie Windows Server 2008 oder Windows Vista synthetische Treiber verwenden. Wenn ein Guest OS die neue VMBus Architektur nicht unterstützt, dann muss die VM auf Basis von Emulated anstelle der Synthetic Devices arbeiten. Welche Hardware sich am besten für Hyper-V eignet lässt sich über den Windows Server Catalog herausfinden.

Nun gibt es im MSDN Download Center die “Windows Server 2008 Datacenter, Enterprise and Standard without Hyper-V (x86)” und somit auch die “Windows Server 2008 Datacenter, Enterprise and Standard (x86)” Version zum Download. Also gibt es den Hypervisor doch auch für 32-Bit? Nein, natürlich nicht. Dies sind rechtliche Bedingungen wieso Windows Server auch ohne Hyper-V erhältlich ist. Technisch gesehen lässt sich von der 32-Bit Version Hyper-V nur verwalten, aber keine Virtual Machines starten. Hyper-V Server 2008 gibt es aber wirklich nur als 64-Bit Version…

Weitere Informationen

Hyper-V Security Guide verfügbar

Logo Microsoft Windows Server 2008Microsoft hat kürzlich einen neuen Solution Accelerator für Hyper-V veröffentlicht. Security ist speziell im Server Virtualisierung Umfeld, und damit bei Hyper-V, immer wieder ein Thema. Mit dem Hyper-V Security Guide liefert Microsoft eine ausführliche Anleitung, welche folgenden Strategien zum Absichern einer virtuellen Infrastruktur behandelt:

  • Hardening Hyper-V
  • Delegating Virtual Machine Management
  • Protecting Virtual Machines 

Auszug

Virtualization technologies are causing enterprise organizations to shift their thinking about IT. The Hyper-V Security Guide can help you elevate the security of virtualized Windows Server environments to address your business-critical needs. This accelerator provides IT professionals like you with recommendations to address your key security concerns around server virtualization. The guide provides authoritative guidance that relates to the following strategies for securing virtualized environments.

Source

Der Security Guide für Hyper-V kann direkt im Microsoft Download Center heruntergeladen werden, zum Download… Zum Lesen von Word Documents ist Microsoft Office Word oder Word Viewer erforderlich.

  • Version: 1.0
  • Date Published: 2009-03-30
  • Language: English
  • Format: *.zip
  • Publisher: Microsoft
  • License: Freeware

Einen wichtigen Hinweis zur Handhabung, resp. zur Korrektur eines Fehlers hat Ralf Schnell im Artikel “Potentielles Problem: Windows Server 2008 Security Guide und Hyper-V” veröffentlicht.

Weitere Security Guides

Alle Microsoft Blogs im Überblick

Microsoft Windows Server LogoBei Microsoft betreibt inzwischen jedes Team einen eigenen Blog. Damit man da noch die Übersicht bei den vielen “offiziellen Team Blogs” behalten kann, gibt es bei BlogsMS eine aktuell gehaltene Liste. Bis zum heutigen Datum sind dort 214 Blogs gelistet. Den Artikel mit der Blog-Liste kann hier eingesehen werden. Sehr zu empfehlen sind folgende Blogs:

Sehr praktisch sind auch die Microsoft Team Blogs OPML Files. Damit lassen sich die Links direkt in Outlook importieren, zum Download…

Top 10 Gerüchte um Hyper-V

Microsoft Windows Server LogoDie grossen Softwareanbieter Citrix, Microsoft und VMware (alphabetische Folge) haben ihre Produkte platziert und kämpfen nun um Marktanteile in der Virtualization Sparte. Die Gerüchteküche läuft auf Hochtouren. Edwin und Davin vom Microsoft Virtualization Team haben sich in einem Video zu Wort gemeldet. Klar werden die Vergleiche mit der kommenden Version Hyper-V R2 gemacht, vielleicht nicht ganz fair da das Produkt noch nicht released wurde… 

Auf jeden Fall werden folgende 10 Gerüchte thematisiert:

  1. Live migration
  2. Clustered shared volumes
  3. Hyper-V scalability
  4. Hyper-V performance
  5. Hyper-V footprint
  6. Hardware support
  7. Memory overcommit
  8. End-to-end management
  9. Value
  10. Why pay VMware’s virtualization tax?

Das Video kann beim Microsoft Virtualization Blog angeschaut werden. Weitere Videos können übrigens hier angeschaut werden, zum Portal.

Zu Punk 6) “Hardware support” gilt es noch zu sagen, dass bei VMware kein direkter Vergleich mit Microsoft Hyper-V stattfindet, diese Technology aber im Text erwähnt wird:

Top 10 Gerüchte um Hyper-V
Quelle: VMware.com

Natürlich müssen auch bei Windows Server 2008 die Treiber getetestet und auch für Hyper-V optimiert sein. Somit ist der vermeintliche Vorteil wieder mit den anderen Lösungen gleich zu stellen…

Weitere Informationen

Windows Server 2008 Hyper-V wichtige Links und Documents

Microsoft Windows Server LogoMit Windows Server 2008 Hyper-V veröffentlichte Microsoft vor einigen Monaten eine sehr leistungsstarke Lösung für die Server Virtualiserung. Damit der Ein- oder Umstieg auf Hyper-V leichter fällt, hat Microsoft einige sehr hilfreiche Ressourcen bereitgestellt. Damit man sich im Jungle der Informationen besser zurecht findet, werden nachfolgend die wichtigsten Links und Documents aufgeführt:

Microsoft Hyper-V 2008

Microsoft Hyper-V 2008 R2

Microsoft Hyper-V Server 2008

Die Hyper-V Guides stehen bei Microsoft frei zum Download verfügbar. Zum Lesen von Word Documents ist Microsoft Office Word oder Word Viewer erforderlich. PDF Documents lassen sich mit dem Adobe Reader und bei XPS mit dem XPS Viewer anschauen.

Einer der wichtigsten Links darf man nicht auslassen wenn es um Virtualization geht. Im Microsoft KB 954958  wird beschrieben welches Operating System als Virtual Machine mit Hyper-V unterstützt wird.

Weitere Informationen