Archiv für Dezember 2009
2009 goes, 2010 comes

Mit dem Beitrag am 31. Dezember werde ich auch diesmal das Jahr bei server-talk.eu abschliessen. Mit durchschnittlich 800-900 unique Visitors pro Tag geht ein weiteres, sehr gutes Jahr zu Ende. An dieser Stelle möchte ich ein Dankeschön an den Leute hinter den Kulissen widmen, ohne die dies alles nicht möglich gewesen wäre. Vielen Dank an Johannes (www.security-blog.eu), welcher sich vorbildlich um die ganze Technik kümmert. Ein riesen Dankeschön gilt meiner Freundin Carmen, welche viel Verständnis für mein Beruf aufbringen muss und auch tut :-D

Ich wünsche euch hiermit das Beste für 2010 und hoffe, dass der “Rutsch” ins neue Jahr ein tolles Fest wird.

Bis nächstes Jahr & viele Grüsse,
Michel

2009 goes, 2010 comes

Windows 7, schneller und einfacher

Logo Windows 7Tägliche Aufgaben einfacher und schneller erledigen – dank Windows 7. Genau das bringen die drei Spots von Microsoft Schweiz auf den Punkt. Sie zeigen auf witzige und überraschende Weise, wie man mühsame, anstrengende, langweilige Alltagsaufgaben einfach und schnell erledigen kann. Ohne gross weitere Worte darüber zu verlieren, that’s Windows 7:

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In der Boulevard Zeitung “Blick am Abend” wurde in Zusammenhang zum letzten Windows 7 Video folgender Artikel veröffentlicht:

Windows 7, schneller und einfacher

Error “The virtual hard disk image is too large for the IDE bus”

Logo Microsoft WindowsMit Windows Virtual PC (VPC) und dem neuen Tool Disk2VHD von Sysinternals wurde ein kleiner Hype entfacht, wobei viele Administratoren versucht haben, ihren persönlichen Computer in eine Virtual Machine zu konvertieren. In Zeiten von Hard Disks im Terrabyte Bereich wurde die Euphorie schnell von einer Limitation in Virtual PC gebremts. Denn VPC kann mit Virtual Hard Disks (VHDs) grosser als 127.5 GB nicht umgehen. Der Vorgang eine solches VHD Image in hinzuzufügen wird mit folgender Fehlermeldung abgebrochen:

The virtual hard disk image ‘.\My Virtual Machines\WS2008.vhd’ is too large for the IDE bus. Make sure that all virtual hard disk images connected to the IDE bus are not greater than 127.5 GB.

Für ein Resize eines solchen VHD Image, kann nicht nur die Virtual Hard Disk verkleinert werden. Auch die darauf angelegten Volumes müssen vorgängig auf die neue Grösse angepasst, sprich verkleinert werden.

Resize Volume

Das Volume kann auf einem Host System wie Windows 7, oder Server 2008 R2 sehr einfach verkleinert werden. Dazu muss lediglich ein Command Prompt als Administrator geöffnet und Diskpart ausgeführt werden. Nachdem eine Virtual Hard Disk geladen / attached wurde kann bereits das gewünschte Volume verkleinert werden. Sinnvoll ist es das Volume vor der Konvertierung zu defragmentieren, da ansonsten zu viel verteilter Speicherplatz belegt wird. Im nachfolgenden Beispiel wird ein Volume vom VHD Image “TestW7.vhd” auf 100 GB verkleinert:

DISKPART> list vdisk
DISKPART> select vdisk file=D:\TestW7.vhd
DISKPART> attach vdisk
DISKPART> list volume
DISKPART> select volume 4
DISKPART> shrink desired=102400
DISKPART> detach vdisk
DISKPART> exit

Wird bei “shrink” kein spezifischer Wert angegeben (desire=), so wird automatisch der maximal mögliche Wert genommen.

Resize VHD Image

Im nächsten Schritt muss auf das Tool VHD Resizer zurückgegriffen werden. Der VHD Resizer kopiert den Inhalt eines VHD Image blockweise in eine neue Datei. Der Vorteil hierbei ist, dass das Original Image erhalten bleibt und somit keine Daten verloren gehen (sollten). Damit die “Volume ID” nicht verändert wird, muss zwingend eine Kopie auf Blocklevel durchgeführt werden.

Die Handhabung von VHD Resizer ist einfach, nach der Installation muss lediglich das Source und Target VHD Image, sowie die neue Grösse (maximal 127 GB) angegeben werden, damit der Kopiervorgang gestartet werden kann. Ist die Datei allerdings zu diesem Zeitpunkt noch im Zugriff durch eine andere Applikation wie VPC, oder Disk Management, so wird die Meldung “Invalid Disk, please select another” ausgegeben.

Die Konvertierung in das neue VHD Image wird mit “Resize complete, resize another” abgeschlossen. Das Tool schliess sich übrigens automatisch, wenn “no” angewählt wird… Danach kann das neu angelegte Image der entsprechenden Virtual Machine hinzugefügt werden.

Source

Die Source für VHD Resizer kann direkt bei vmToolkit heruntergeladen werden, zum Download… Wichtig! Natürlich gibt es andere Lokationen welche weitere Downloads anbieten, es sollte allerdings nur offizielle Builds und Download Centers aufgesucht werden. Zitat Forrest Gump: “Man weiss nie, was man kriegt.”

  • Version: 1.0.42
  • Date Published: 2007-01-18
  • Language: Englisch
  • Format: *.msi
  • Publisher: vmToolkit
  • License: Freeware

Weitere Informationen

How-To: Netzwerkkarten Teaming mit Hyper-V

Logo Microsoft Windows Server 2008 R2Teaming von Netzwerkkarten ist ein häufiges Thema bei Server Virtualisierung mit Hyper-V. Microsoft selbst stellt keine entsprechende Software zur Verfügung, dies wird durch die Hersteller der Netzwerkkarten übernommen. Dies wird auch so im Support KB 968703 von Microsoft entsprechend kommuniziert:

Since Network Adapter Teaming is only provided by Hardware Vendors, Microsoft does not provide any support for this technology thru Microsoft Product Support Services.

Allerdings gab es mit den bisherigen Software Versionen für NIC-Teaming in Zusammenhang mit Hyper-V ziemlich viele Hindernisse, diverse Probleme mit VLAN Tagging, fehlendem Cluster Support, etc. Die Hardware Hersteller haben inzwischen ihre Software aktualisiert, damit nun auch Hyper-V mit und ohne Failover Cluster entsprechende damit umgehen kann:

  • Broadcom: 12.30.03 und neuer
  • HP: 9.35 und neuer
  • Intel: 14.5 und neuer

Sollte der Server Hersteller noch keine aktuelle Version bereitstellen, kann auch auf ein Treiber des Netzwerkkarten Herstellers zurückgegriffen werden.

Installation

Die Reihenfolge der Installation ist sehr wichtig bei Network Teaming mit Hyper-V. Zunächst sollten die Angaben des Herstellers befolgt werden - Doch bei HP Server sind diese nicht vollständig. Eine funktionierende Installations-Anleitung sieht wie folgt aus:

  1. BIOS und Firmware aktualisieren
  2. Windows Server aufsetzen
    1. Bei SmartStart muss Custom gewählt werden um das HP “Network Configuration Utility” (NCU) abzuwählen
  3. HP ProLiant Support Pack (PSP) installieren, auch hier wieder ohne HP “Network Configuration Utility”
  4. Server neu starten
  5. Failover Cluster und Hyper-V installieren
    1. Failover Cluster: DISM /online /enable-feature /featurename=FailoverCluster-Core
    2. Hyper-V: DISM /online /enable-feature /featurename=Microsoft-Hyper-V
  6. Server neu starten
  7. Zusätzliche Software für HBA, DSM, Management Tools installieren
  8. HP Network Configuration Utility (NCU) installieren
  9. Server neu starten

Teaming

Nun können die Netzwerkkarten in einem Team zusammengefasst werden. Bei Server Core muss dazu das Control Panel “hpteam.cpl” aufgerufen werden. Dieses befindet sich unter “%ProgramFiles%\HP\NCU\”

Damit bei den vielen NICs die Übersicht behalten werden kann, empfiehlt sich eine entsprechende eindeutige Bezeichnung für den physikalische und virtuelle Netzwerkkarte zu verwenden. Dies kann übrigens auch mittels “netsh” bei Server Core durchgeführt werden: netsh interface>set interface newname="Management"

Mit dem Command-Line Tool “%ProgramFiles%\HP\NCU\cqniccmd.exe” kann ein XML File erstellt werden, damit die Konfiguration automatisiert werden kann. Dieses Tool muss allerdings lokal auf dem Server ausgeführt werden. Tipp am Rande – es lohnt sich das Teaming auf einem Full Server anzulegen und dann mit der Export / Import bei Server Core zu importieren:

  • Export der Konfiguration: cqniccmd /S c:\HP\teamcfg.xml
  • Import der Konfiguration: cqniccmd /C c:\HP\teamcfg.xml

Eine ausführliche Anleitung stellt HP als PDF zur Verfügung: HP ProLiant Network Adapter Scripting Utility User Guide

Hyper-V Virtual Network Switch

Die Konfiguration der Netzwerke für Hyper-V kann nun wie gehabt vorgenommen werden. Einziger Unterschied, ein Virtual Network Switch wird mit dem zuvor angelegten Team Netzwerk Adapter konfiguriert. Um Probleme zu vermeiden, sollte beim Anlegen von Virtual Network Switches darauf geachtet werden, dass nicht über die Netzwerkkarte verbunden wird an welcher die Konfiguration geändert wird. Somit verfügen die Virtual Machines auch bei einem Ausfall einer Netzwerkkarte über eine Netzwerkverbindung.

Teaming für iSCSI ist nicht supportet. Dazu sollte eine Multipath I/O (MPIO) Software mit einem “Device Specific Module” (DSM) eingesetzt werden.

Failover Cluster

Nachdem die Netzwerke für die Virtual Machines auf sämtlichen Hyper-V Hosts angelegt und konfiguriert wurden, kann der Failover Cluster nun angelegt, oder der Server als neuer Cluster Node hinzugefügt werden.

Troubleshooting

Bei Problemen mit Teaming auf Server Core hat man relativ schlechte Karten… Keith Mange von Microsoft hat daher ein sehr hilfreiches Tool namens “nvspbind” veröffentlicht. Dies kann bei MSDN heruntergeladen werden. nvspbind nutzt die INetCfg API’s um unter anderem die Konfiguration der NIC Bindings bei Virtual Networks anzupassen.

Ein weiteres Tool von Keith mit dem Namen “nvspcrub” ist für Troubleshooting Aktionen sehr hilfreich. Wenn zum Beispiel bei der Konfiguration eines neuen Virtual Network etwas schiefgeht (Hänger bei “Applying changes…”) und bei der erneuten Verwendung des Hyper-V Console folgende Fehlermeldung angezeigt wird:

Error Applying New Virtual Network Changes
Setup switch failed.
Information is no longer available about this task because the object that monitors the progress no longer exists. This may occur when many tasks are being psoccessed.

Nvspcrub, welches ebenfalls bei MSDN heruntergeladen werden kann, ist ein Tool um eine (unvollständige) Virtual Network Konfiguration von einer Parent Partition zu entfernen. Das Tool muss in einer Command Prompt mit “cscript nvspscrub.js” gestartet werden. Zur Auswahl stehen anschliessend folgende Optionen

  • cscript nvspscrub.js /v“, löscht sämtliche deaktivierten NIC’s
  • cscript nvspscrub.js /p“, säubert sämtliche Virtual Network Einstellungen
  • cscript nvspscrub.js /n“, säubert eine spezifische NIC

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