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Was die Unterschiede zwischen Hyper-V und Hyper-V Server sind

HYPER-V

Hyper-V ist seit Windows Server 2008 ein fester Bestandteil des Betriebssystems. Microsoft stellt Hyper-V allerdings auch kostenlos als “Hyper-V Server” zur Verfügung. Diese Edition kann direkt bei Microsoft heruntergeladen werden. Daher tritt nun sehr oft die Frage auf “Aber wann sollte man Hyper-V Server dann eingesetzen”? Dieser Artikel sollte bei der Beantwortung dieser Frage Unterstützung bieten.

Hyper-V Server, ein Überblick

Technisch gesehen basiert der Hyper-V Server auf Windows Server 2008 R2 Enterprise Edition (EE) im Core Installation Mode. Bei diesem Stand-Alone Produkt stehen allerdings nur die Roles und Features zur Verfügung welche für die Virtualisierung erforderlich sind:

  • Roles
    • Hyper-
    • File Server (Core)
    • RDS Virtualization Host
  • Features
    • .NET Framework
    • BitLocker Drive Encryption
    • Failover Cluster
    • Multipath I/O (MPIO)
    • SNMP Service
    • Telnet Client
    • Windows Server Backup
    • Windows PowerShell

Diese “Einschränkung” haben allerdings den positiven Nebeneffekt, dass die Angriffsfläche des Betriebssystems noch weiter reduziert wurde. Hyper-V Server ist also bestens geeignet für die Konsolidierung von Servern im Datacenter und in Branche Offices, sowie auch für eine Virtual Desktop Infrastructure (VDI).

Funktion HVS Standard Enterprise Datacenter
Preise Kostenlos $ 1‘029 $ 3‘999 $ 2‘999
Lizenzierung Pro Server Pro Server Pro Server Pro Processor
Virtual Instances Keine 1 + 1 1 + 4 1 + Unlimited

Wie der Tabelle entnommen werden kann, ist die Lizenzierung von Hyper-V Server besonders bei VDI Szenarien sehr attraktiv, da hier keine Investition in den Hypervisor getätigt werden muss.

Funktionsvergleich

In der nachfolgenden Tabelle werden Hyper-V Server und Windows Server mit Hyper-V in der Version 2008 R2 mit Service Pack 1 im Detail miteinander verglichen:

Funktion HVS Enterprise Core Enterprise Full
Logical Processor Bis zu 64 LP Bis zu 64 LP Bis zu 64 LP
Host Memory Bis zu 1 TB Bis zu 1 TB Bis zu 1 TB
#VMs pro Host Bis zu 384 VMs Bis zu 384 VMs Bis zu 384 VMs
#VMs pro Cluster Bis zu 1000 VMs Bis zu 1000 VMs Bis zu 1000 VMs
Quick Migration Ja Ja Ja
Live Migration Ja Ja Ja
Dynamic Memory Ja Ja Ja
RemoteFX Ja Nein Ja

Daraus lässt sich ableiten, technisch gesehen gibt es keine Nachteile Hyper-V Server einzusetzen.

Anmerkung zu RemoteFX

Wie aus dem vorherigen Vergleich entnehmen werden konnte, wird RemoteFX bei Windows Server Core Installation Mode nicht unterstützt. Dies kommt daher, da Server Core nicht über die erforderliche DirectX Runtime verfügt.

Hyper-V Server wurde für den einzigen Zweck ausgelegt, sämtlich benötigten Technologien zu unterstützen welche benötigt werden um Virtual Machines zu betreiben. Daher werden auch Funktionen wie RemoteFX unterstützt. Server Core kann dafür nebst als Hypervisor auch für andere Infrastruktur Funktionen wie AD, DNS, DHCP, IIS etc. eingesetzt werden.

Management

Hyper-V Server ist nur im Core Installation Mode verfügbar. Das heisst es wird immer ein weiteres System für die Verwaltung benötigt. Für die Konfiguration steht wie bei Server Core das Tool “sconfig” zur Verfügung. Doch das aufmerksame Auge stellt auch hier ein kleiner Unterschied (ab Punkt 10) fest…

Hyper-V Server Windows Server Core

Weitere Informationen

Hyper-V , Server Core , Windows Server 2008 R2

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About the Author

Michel Luescher is a solution architect in the worldwide Datacenter & Cloud Infrastructure Center of Excellence (CoE) at Microsoft Corporation based out of Zurich, Switzerland. Primarily, Michel is focused on hybrid cloud solutions (Hyper-V, System Center and Microsoft Azure). In addition Michel is speaker, blogger and author of several books.

Comments (2)

  • Bernd Hirnschall says:

    Da leidergottes Microsoft kein Mapping von SCSI/SAS Devices (wie LTO Laufwerke) unterstützt ist HyperV leider nur bedingt einsetzbar. OK, Ich hab jetzt 2 Installationen mit “offiziel nicht supporteten konfigs”, wie SBS2011 als Host, und EINE virtuelle Maschine als Citrix XenApp.

    Auf einem HP ML350 mit 36GB RAM und 2 CPUs

    Offiziel nicht supportet, aber was solls.

    Offiziel: W2K8R3 rals HyperV Server installiert. In einer Instanz SBS2011, in der zweiten der Citrix Server.
    Aber MS kann kein SCSI Mapping, damit kann ich kein LTO4 in Arcserve benützen.

    Damit hab ichs so installieren müssen: SBS2011 als ParentOS.
    HyperV Rolle aktiviert.
    EINEN VSERVER mit HyperV installiert, mit W2K8R2 (mit Original HP Server2008R2 CD gar nicht so einfach, mann muss einen RegKey setzen damit die CD einen HyperV Server als HP Server erkennt!).
    Und darin dan denn Citrix XenApp Server installiert.
    Gern hab ich nicht gemacht, aber was solls. Für einen einzigen Citrix User und bei einer Maschine mit 36GB RAM und 2 CPUs – was solls – auch 5 Platten hab ich im RAID

     

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