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Fabric Optimization in System Center Virtual Machine Manager 2012

VIRTUAL MACHINE MANAGER

In Anbetracht immer steigender Strompreise, steigt die Wichtigkeit eines ideal ausgelasteten Datacenter und somit auch eines Hyper-V Clusters immer mehr. Dies wird gerne auch als Green IT bezeichnet.

In den bisherigen Versionen von System Center Virtual Machine Manager war dazu eine Integration System Center Operations Manager erforderlich um Funktionen wir “Performance and Resource Optimization” (PRO) nutzen zu können. In SCVMM 2012 bringt zwei interessante Neuerungen in diesem Bereich mit sich um die Hosts noch besser auszulasten:

  • Dynamic Optimiation (DO)
  • Power Optimization (PO)

Mit Dynamic Optimization werden Virtual Machines von stark ausgelasteten Host auf weniger stark ausgelastete Hosts verschoben. Hyper-V muss in einem Failover Cluster betrieben werden, damit Live Migration genutzt werden kann. Damit löst Dynamic Optimization auch die “PRO CPU Utilization” und “PRO Memory Utilization” Monitors ab, welche in SVMM 2008 R2 für Load Balancing eingesetzt wurden.

Die Konfiguration kann auf Host Group, oder direkt auf einem Cluster vorgenommen werden. Die Einstellungen finden sich unter “Fabric Workspace ⇒ Servers ⇒ Properties einer Host Group / eines Clusters”. Per Default wird eine Konfiguration weiter vererbt (Use Dynamic Optimization settings from the parent host group). Dabei kann die Aggressivität (Low, Medium, High) festgelegt werden und ob der Vorgang automatisch durchgeführt werden soll. Dabei kann ein Wert zwischen 10 Minuten und 24 Stunden gewählt werden.

Mit “Optimize Host” kann der DO Prozess auch manuell initiiert werden um die Virtual Machines effizient zu verteilen. Dies ist zum Beispiel besonders nach einem Maintenance Mode sehr hilfreich. Wichtig, Hosts welche kein Live Migration ausführen können, oder sich im Maintenance Mode befinden sind von dem Prozess ausgeschlossen.

Power Optimization geht nun noch einen Schritt weiter. Lassen sich sämtliche Virtual Machines auf die verbleibenden Hosts verteilt werden, kann ein Host um Strom zu sparen heruntergefahren werden.

Power Optimization wird als Zusatz von Dynamic Optimization konfiguriert. Sicherheit steht dabei immer an erster Stelle, daher kann die Anzahl “Standby Hosts” selbst definiert werden. Damit während den kritischen Zeiten immer über genügend Ressourcen bereitstehen, kann ein “Power Optimization Schedule” definiert werden. Also ein Zeitplan wann genau Hosts heruntergefahren werden können und wann nicht.

Bevor allerdings ein potentieller Host heruntergefahren wird, werden sämtliche Virtual Machines mittels Live Migration auf die verbleibenden Host verschoben.

Optimierung der Optimierung

Damit Dynamic Optimization auch wie gewünscht funktioniert, können die Default Werte für die “Resource Usage” angepasst werden. Dies kann unter “Fabric Workspace ⇒ Servers  ⇒ Properties einer Host Group / eines Clusters”.

Folgende Vier Kriterien sind für Dynamic Optimization von Bedeutung:

Feature DO Default Wert
CPU 30%
Memory 512 MB
Disk Space Kein DO
Disk I/O 0 (Disabled)
Network I/O 0 (Disabled)

Ein Beispiel mit den oben aufgeführten Default Werten hilft die Funktionsweise besser zu verstehen: Wenn die CPU Auslastung eines Hosts über 70% ansteigt, also wenn weniger als 30% freie CPU Ressource zur Verfügung stehen, werden Virtual Machines verschoben bis die Werte wieder in Ordnung sind.

Noch etwas wichtiges zum Ende – die Messbarkeit der Optimierung. SCVMM 2012 bietet neu auch viele Informationen über die Auslastung von Hosts auf verschiedenen Ebenen; Host Groups, Clusters, etc. Diese Information kann unter “Fabric Workspace ⇒ Servers ⇒ Overview (Ribbon)” abgerufen werden:

Weitere Informationen

SCVMM

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About the Author

Michel Luescher ist bei Microsoft Corporation als Solution Architect im Center of Excellence (CoE) für Datacenter & Cloud Infrastructure tätig. Michel ist Speaker und Blogger rund um das Thema Microsoft Cloud und bei Microsoft zudem Subject Matter Expert (SME) für Hyper-V + System Center Virtual Machine Manager.

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