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How-To: Eine Pass-Through Disk bei Hyper-V konfigurieren

FAILOVER CLUSTER

Nebst den klassischen Virtual Hard Disk (VHD) können bei Hyper-V auch Pass-Through Disks konfiguriert werden. Diese bieten die Möglichkeit, dass eine Virtual Machine ein LUN direkt vom Storage zugewiesen bekommt. Das Storage kann dabei eine lokal an den Hyper-V angeschlossene Disk, oder ein Logical Unit (LUN) von einem Storage Area Network (SAN) sein. Da mit Windows Server 2008 R2 die Performance der VHDs massiv optimiert werden konnte, werden Pass-Through Disk inzwischen hauptsächlich für Szenarien eingesetzt, wo Volumes grösser als 2 TB  sein müssen.

Die Konfiguration der Pass-Through Disks

Damit eine VM eine solche Pass-Through Disk ansprechen kann, gilt es einige Schritte zu beachten. Damit eine neue Disk verwendet werden kann, muss diese allerdings zunächst auf dem Host initialisiert werden. Dies kann wie gehabt im Disk Management Snap-In (diskmgmt.msc) durchgeführt werden. Sobald die Disk initialisiert wurde, muss sichergestellt werden dass diese danach wieder im “Offline” Status ist. Dies stellt sicher, dass die VM exklusiven Zugriff auf diese Disk hat. Dazu muss die Disk aus der Sicht vom Hyper-V Host als “Offline” definiert sein. Ist die Disk vorbereitet, kann nun mit der Konfiguration der VM begonnen werden.

In den Einstellungen der VM kann nun einfach eine weitere Hard Disk hinzugefügt werden. Anstelle eines VHD wird dann auf “Physical Hard Disk” gewechselt und im Drop-Down die gewünschte Pass-Through Disks gewählt werden – that’s it. Wird die Pass-Through Disks als Boot-Disk benötigt, so muss diese zwingend am IDE Controller angeschlossen werden damit Hyper-V die Disk beim Startvorgang erkennt. Einzig Data-Disks können von dem SCSI Controller gebraucht machen. Diese SCSI Disks können übrigens auch im laufenden Betrieb der VM hinzugefügt werden.

Details beim Hyper-V Cluster

Wichtig! Wird Hyper-V in einem Failover Cluster betrieben, muss die Konfiguration der Virtual Machine Settings ausschliesslich in der Failover Cluster Management Console (CluAdmin.msc) durchgeführt werden. Ansonsten wird die Cluster Group nicht aktualisiert und die Pass-Through Disks funktioniert nicht richtig.

Zudem muss das LUN auch sämtlichen Hosts präsentiert sein, da die VM sonst bei einer Migration den Zugriff auf die Pass-Through Disk verlieren würde.

Troubleshooting

Zwei Effekte welche immer wieder auftreten wenn die Disk nicht „Offline“ war: 1) Die Disk kann der Virtual Machine nicht als Pass-Through Disks zugewiesen werden 2) Das Guest OS (Virtual Machine) hat nur „Read-Only“ Zugriff auf die Disk.

Failover Cluster , Hyper-V , Windows Server 2008 R2

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About the Author

Michel Luescher ist bei Microsoft Corporation als Architect im Center of Excellence (CoE) für Modern Datacenter tätig. Als technischer Berater fokussiert er sich auf die Planung und Umsetzung von Projekten mit dem Fokus auf Microsoft Cloud Lösungen für Datacenter im Enterprise und Service Provider Umfeld. { Hyper-V + System Center + Windows Azure = Your Cloud }.

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