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Bare Metal Deployment in System Center Virtual Machine Manager 2012, Teil 1

VIRTUAL MACHINE MANAGER

Mittels Bare Metal Deployment Szenario von System Center Virtual Machine Manager 2012 lassen sich auf einfache Art und Weise unattended Installation von Hyper-V durchführen. Die Vorteile liegen auf der Hand, Skalierung, Automatisierung, Standardisierung – also die Buzz-Words für ein Dynamic Datacenter aka Private Cloud. Da das Thema noch sehr neu und umfassend ist, gibt es eine Serie von Artikel welche sich dem Thema annehmen. Für ein erfolgreiches End-to-End Bare Metal Deployment müssen folgende Konfigurationen vorgenommen werden:

  1. Konfigurieren des BMC Adapter
  2. Integrieren des PXE Servers
  3. Vorbereiten des VHD Image
  4. Vorbereiten des Host Profile
  5. Hyper-V Host Deployment

Im nachfolgenden Artikel geht es um die Konfiguration des VHD Image von welchem die installierten Hyper-V Hosts zukünftig booten werden.

VHD Image erstellen

Anders als bei anderen Operating System Deployment wird bei VMM auf das “Boot from VHD” Szenario gesetzt. Somit wird ein VHD Image bereits vorgängig mit dem entsprechenden Windows Server bestückt. Als erster Schritt wird daher das VHD Image angelegt. Dies kann mittels Command Prompt (diskpart), oder dem Server Manager durchgeführt werden. Administrative Rechte sind für diesen Vorgang erforderlich.

C:\> diskpart
DISKPART> create vdisk file="D:\WS08R2_disk_1.vhd" type=expandable maximum=40960
DISKPART> select vdisk file="D:\WS08R2_disk_1.vhd"
DISKPART> attach vdisk
DISKPART> create partition primary
DISKPART> assign letter=v
DISKPART> format fs=ntfs quick

Damit später Daten kopiert werden können, muss das VHD Image zusätzlich noch gemountet werden. Dies kann ebenfalls im Command Prompt oder Server Manager durchgeführt werden:

C:\> diskpart
DISKPART> select vdisk file=”D:\HVS08R2_disk_1.vhd”
DISKPART> attach vdisk
DISKPART> exit

In diesem Szenario kann übriges ohne weiteres eine “Dynamically Expanding” VHD angelegt werden, diese wird dann später beim Deployment durch VMM auf eine Fixed Size VHD konvertiert.

Installations-Medium transferieren

Als zweiter Schritt wird die passende Windows Server Edition aus dem Windows Imaging Format (WIM) ausgewählt und auf das VHD Image transferiert. Eine WIM Datei lässt sich am einfachsten mit ImageX aus dem Windows AIK auslesen. Administrative Rechte sind für diesen Vorgang erforderlich. C:\Program Files\Windows AIK\Tools\amd64> imagex.exe /info D:\sources\install.wim

Die benötigte Ausgabe sieht dann wie folt aus:


<IMAGE INDEX=”6″>
< DIRCOUNT>6687</DIRCOUNT>
< FILECOUNT>27955</FILECOUNT>
< TOTALBYTES>3452203837</TOTALBYTES>

<NAME>Windows Server 2008 R2 SERVERDATACENTERCORE</NAME>
< DESCRIPTION>Windows Server 2008 R2 SERVERDATACENTERCORE</DESCRIPTION>
< FLAGS>ServerDataCenterCore</FLAGS>
< HARDLINKBYTES>1059451938</HARDLINKBYTES>
< DISPLAYNAME>Windows Server 2008 R2 Datacenter (Server Core Installation)</DISPLAYNAME>
< DISPLAYDESCRIPTION>This option installs a minimal installation of Windows Server without the standard Windows user interface…</DISPLAYDESCRIPTION>
< /IMAGE>

Um den Inhalt des Windows Server 2008 R2 Installations-Medium zu kopieren wird wieder auf ImageX zurückgegriffen. Mit der Zuvor ausgelesenen “Image Index” ID kann der Kopiervorgang gestartet werden: C:\Program Files\Windows AIK\Tools\PETools>imagex /apply "D:\install.wim" 1 v:

Nachdem sämtliche Daten kopiert wurden, kann das VHD Image wieder offline genommen werden:

C:\> diskpart
DISKPART> select vdisk file="D:\HVS08R2_disk_1.vhd"
DISKPART> detach vdisk
DISKPART> exit

Hinweis: Trotzdem dass weniger als 10 GB transferiert wurden, belegt das VHD Image gerne den zur Verfügung stehenden Speicherplatz. Mittels Defragmentierung und anschliessender Komprimierung lässt sich die Grösse massiv verringern, der Vorgang muss ev. mehrmals durchgeführt werden:

C:\> diskpart
DISKPART> select vdisk file="D:\HVS08R2_disk_1.vhd"
DISKPART> compact vdisk
DISKPART> exit

VHD Image Bereitstellen

Sobald das VHD Image fertiggestellt wurde, kann dies in die VMM Library kopiert / verschoben werden. Nach 60 Minuten (Standardwert) wird dies durch den Refresh-Job indexiert und steht in VMM zur Verfügung. Natürlich könnte auch ein bereits existierendes VHD Image, zum Beispiel von einem VM Template, verwendet werden. In vielen Fällen ist dies aber weder als Server Core, noch als Datacenter Edition verfügbar weswegen es sich anbietet ein eigenes VHD Image anzulegen.

Alternative: VHD Image mit WIM2VHD erstellen

Einfacher lassen sich die Daten mittels eines Tools mit den Namen “WIM2VHD” kopieren. Im Grunde genommen führt dies die oben beschriebenen Schritte selbständig durch. Nebst dem Script wird das Windows Automated Installation Kit (WAIK) benötigt.

WIM2VHD.wsf (102KB)

Der Vorgang, für welchen Administrative Rechte erforderlich sind, kann wie folgt gestartet werden: cscript WIM2VHD.wsf /WIM:D:\sources\install.wim /SKU:ServerDataCenterCore /VHD:D:\HVS08R2_disk_1.vhd


INFO: Looking for IMAGEX.EXE…
INFO: Looking for BCDBOOT.EXE…
INFO: Looking for BCDEDIT.EXE…
INFO: Looking for REG.EXE…
INFO: Looking for DISKPART.EXE…
INFO: Session key is FE8373DD-A9C8-49A2-B5A3-6AD51B2351BB
INFO: Inspecting the WIM…
INFO: Configuring and formatting the VHD…
INFO: Applying the WIM…
[ 100% ] Applying progress
INFO: Making the VHD bootable with BCDBoot…
INFO: Unmounting the VHD…
Summary:  Errors: 0, Warnings: 0, Successes: 1
INFO: Done.

Weitere Informationen

Hyper-V , SCVMM

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About the Author

Michel Luescher ist bei Microsoft Corporation als Solution Architect im Center of Excellence (CoE) für Datacenter & Cloud Infrastructure tätig. Michel ist Speaker und Blogger rund um das Thema Microsoft Cloud und bei Microsoft zudem Subject Matter Expert (SME) für Hyper-V + System Center Virtual Machine Manager.

Comments (1)

  • Michael Hoting says:

    Cool, genau das hatte ich gesucht…

    lg
    Michael

     

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