Seit Mitte Dezember ist das Service Pack1 für System Center 2012 ja bereits auf MSDN und TechNet verfügbar. Seit kurzem können Kunden dies nun auch im Volume Licensing Service Center (VLSC) herunterladen. Was es alles beim Upgrade zu beachten gilt wird hier kurz zusammengefasst.
Die Upgrade Reihenfolge
Da die System Center Komponenten immer mehr integriert werden, sollte beim Upgrade eine gewisse Reihenfolge eingehalten werden. Microsoft empfiehlt daher folgende Abfolge:
- Orchestrator
- Service Manager
- Data Protection Manager
- Operations Manager
- Configuration Manager
- Virtual Machine Manager
- App Controller
Die System Center Integration Point Map kann sehr hilfreich sein, da diese grafisch aufzeigt, welche Komponenten wie miteinander verbunden sind.
Die Voraussetzungen für den Upgrade
Sämtliche System Center Komponenten müssen einen aktuellen Patchlevel ausweisen, sprich Update Rollup 2 (oder aktueller) installiert haben.
Muss für das Service Pack 1 als Basis Windows Server 2012 eingesetzt werden? Ja und Nein – Ausser Virtual Machine Manager erfordert keine der Komponente zwingend ein Upgrade des Betriebssystems. Dennoch stehen gewisse neue Funktionen nur mit Windows Server 2012 zur Verfügung. Ein (In-Place) Upgrade auf Windows Server 2012 sollte allerdings erst nach der Installation von SP1 durchgeführt werden. Neu unterstützen einige Komponenten auch den Core Server Installation Mode:
| Komponente | WS2008 R2 | WS2012 | WS2012 Core |
|---|---|---|---|
| App Controller | Ja | Ja | Ja |
| Configuration Manager | Ja | Ja | Nein |
| Data Protection Manager | Ja | Ja | Ja |
| Operations Manager | Ja | Ja | Ja |
| Orchestrator | Ja | Ja | Nein |
| Service Manager | Ja | Ja | Nein |
| Service Provider Foundation | Nein | Ja | Ja |
| Virtual Machine Manager | Nein * | Ja | Ja |
* Betrifft nur den Virtual Machine Manager Management Server. Virtualization Host, PXE Server, Update Server und Library können weiterhin auch mit Windows Server 2008 R2 betrieben werden.
Die Admin Consolen sämtlicher System Center 2012 SP1 Komponenten lassen sich übrigens weiterhin ab Windows 7, respektive Windows Server 2008 R2 installieren.
Der Upgrade
Für jede System Center Komponente stellt Microsoft eine detaillierte Anleitung für den Upgrade zur Verfügung. Diese sollte zwingend berücksichtigt werden um Probleme zur vermeiden.
- Orchestrator
- Service Manager
- Data Protection Manager
- Operations Manager
- Configuration Manager
- Virtual Machine Manager
- App Controller
Neue Möglichkeiten mit SQL Server 2012 AlwaysOn
Eines der heiss erwarteten Neuerungen in SP1 ist der Support von SQL Server 2012 und dessen AlwaysOn Funktion. Für folgende Komponenten kann dies eingesetzt werden:
- App Controller
- Operations Manager
- Orchestrator
- Service Manager
- Virtual Machine Manager
Wichtig, Data Protection Manager unterstützt zwar SQL Server 2012, allerdings nicht(!) AlwaysOn. Auch für Configuration Manager gibt es eine eigene Anforderungsmatrix.
Funktioniert das CSSP noch mit SP1?
Mit System Center 2012 wurde auch das “Cloud Services Process Pack” (CSSP) veröffentlicht. Der Solution Accelerator hilft bei der Bereitstellung einer Private Cloud Infrastructure indem vorgefertigte Elemente integriert werden können. Allerdings funktioniert die im Mai 2012 veröffentliche Version nur mit System Center 2012 RTM, da Versionsnummern von System Center wie auch SQL Server vor der Installation geprüft werden.
Es gibt zwar Workarounds um dieses Hürde zu passieren, allerdings sollte man besser ein offizielles Update abwarten.
Shortlink: http://wp.me/pmjz3-1nS


Comments (3)
FrankinBerlin says:
Januar 3, 2013 at 3:16 pmHallo,
in der Liste oben fehlt der SCCM. Ist WS2012 als Basis zulässig?
Wenn man heute installiert, was wäre das sinnvollste OS?
Sind mit SP1 Funktionen für den SCCM auf WS2008R2 eingeschränkt?
Gruß
Frank
Michel Luescher says:
Januar 3, 2013 at 5:45 pmHi Frank
Ich habe die Liste um den Configuration Manager erweitert, danke für den Hinweis. Zu deiner Frage, ich verwende in der Regel immer das aktuellste OS – ausser es gibt spezifische Gründe dies zu lassen (was mir keine bekannt sind). Somit ein “GO” für WS2012
Gruss
Michel
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