Wer seine Hyper-V Virtual Machines mit System Center Virtual Machine Manager verwaltet, dem ist die Bezeichnung #CLUSTER-INVARIANT# sicherlich schon einmal aufgefallen. Diese wird nämlich bei jeder Virtual Machine automatisch in dem Feld “Notes” angefügt:
Auch für R2 gibt es wieder ein interessantes E-Book zum Thema Virtualization. Wie bereits der Vorgänger ”Understanding Microsoft Virtualization Solutions” wird auch die zweite Ausgabe kostenlos zum Download angeboten. Das elektronische Buch wurde wieder von Mitch Tulloch zusammen mit dem Microsoft Virtualization Team verfasst. Es informiert über die Vorteile der neusten Virtualisierungs Technologien auf Basis von Windows Server 2008 R2. Abgedeckt werden Themen um folgende Microsoft Technologien:
- Why Virtualization?
- Server Virtualization
- Local Desktop Virtualization
- Remote Desktop Virtualization
- Virtualization Management
- Cloud Computing
Auszug
This is the book for IT professionals who want to learn more about the latest Microsoft virtualization technologies, including Hyper-V and Remote Desktop Services in Windows Server 2008 R2, Microsoft Virtual Desktop Infrastructure, Microsoft Application Virtualization 4.5, Microsoft Enterprise Desktop Virtualization, Windows Virtual PC and Windows XP Mode, System Center Virtual Machine Manager 2008, and Microsoft’s private and public cloud computing platforms including Windows Azure.
The primary target audience for this book is IT administrators, implementers, and decision makers of large and mid-sized organizations who want to learn about the benefits of the latest virtualization technologies and how to plan, implement, and manage virtual infrastructure solutions based on these technologies.
Source
Das E-Book für Windows Server 2008 R2 kann direkt im Microsoft Download Center heruntergeladen werden, zum Download. Zum Lesen von PDF Dokumenten ist der Adobe Reader erforderlich.
- ISBN: -
- Pages: 466
- Date Published: 2010-02-16
- Language: English
- Format: *.pdf
- Publisher: Microsoft
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Um Hyper-V und die darauf laufenden Virtual Machines zu verwalten gibt es aus dem Hause Microsoft verschiedene Möglichkeiten. Kostenlos steht die Hyper-V Management Console bei Windows Server, oder als Bestandteil der Remote Server Administration Tools zur Verfügung. Für die Verwaltung von mehreren Hyper-V Hosts ist diese Console allerdings weniger geeignet. Dafür bietet sich System Center Virtual Machine Manager 2008 R2 (SCVMM) an. Inzwischen hat Microsoft auch eine Version speziell für kleinere Unternehmen im Sortiment, System Center Essentials 2010 (SCE).
Die nachfolgende Tabelle sollte helfen, einen Überblick der Funktionen der jeweiligen Management Console zu erhalten:
Mit Hyper-V ist es möglich einer Virtual Machine mehrere Prozessoren zuzuweisen. Dies wird auch als “Symmetric Multiprocessing” oder kurz “SMP” bezeichnet. Vom Hypervisor werden in der Version 2008 R2 Konfigurationen mit 1, 2, 3 und 4 Virtuellen Prozessoren unterstützt. Je nach Betriebssystem unterscheidet sich allerdings die Anzahl der Prozessoren, welche durch Microsoft supported wird:
- Windows Server 2008 (R2): 1, 2, oder 4 Virtuelle Prozessoren
- Windows Server 2003 mit Service Pack 2: 1, oder 2 Virtuelle Prozessoren
- Windows 2000 Server mit Service Pack 4: 1 Virtueller Prozessor
Technisch gesehen können natürlich auch Virtual Machines mit mehr als 1, oder 2 Virtuellen Prozessoren konfiguriert werden. Das Betriebssystem wird dies auch entsprechend identifizieren, allerdings wurde diese Konfiguration, zum Beispiel für Windows Server 2003, nicht durch Microsoft getestet und ist daher auch nicht supported. Bei einer Störung muss das Problem zunächst bei einer Virtual Machine mit 2 Prozessoren reproduziert werden können.
Vor einigen Montagen hat Sysinternals das Tool Disk2vhd veröffentlicht. Damit lässt sich auf einfache Art und Weise und vor allem kostenlos eine Migration von einem physikalischen zu einem virtuellen System -auch als P2V bezeichnet- durchführen. Die P2V und V2V Funktionalität ist aber auch ein Verkaufsargument für System Center Virtual Machine Manager (VMM). Die nachfolgende Tabelle soll nun die Unterschiede zwischen dem kostenlosen Tool “Disk2vhd” und der lizenzpflichtigen Software “Virtual Machine Manager” aufzeigen:
| FUNKTIONEN | SCVMM | Disk2vhd |
| - Offline P2V Support (WinPE) | Ja | Nein |
| - Anpassung der Hardware (z.B. Übernahme der MAC-Adresse) | Ja | Nein |
| - Automatisierung mit Scripting | Ja | Nein |
| - Job Fortschrittsanzeige und Protokollierung | Ja | Nein |
| - Installiert einen Agent für die Konvertierung (temporär) | Ja | Nein |
| - Automatisierung ohne zusätzlichen Benutzer Eingriff (Source) | Ja | Nein |
| - Übernahme der ursprünglichen Netzwerkeinstellungen | Ja | Nein |
| - Kopieren von leerem Disk Space wird übersprungen um Transfer zu optimieren | Ja | Ja |
| - Verwendet VSS Technologie für online P2V | Ja | Ja |
| - Unterstützt Vergrösserung der Virtual Hard Disk | Ja | Nein |
| - Unterstützt BITS für sicheren File Transfer (online und offline Migration) | Ja | Nein |
| - Automatische Erstellung der Virtual Machine als Bestandteil der Konvertierung | Ja | Nein |
| - Platzierung der VM mit Berücksichtigung der Last auf Hyper-V | Ja | Nein |
| - Automatische Installation der “Integration Services” | Ja | Nein |
| - Migration von nicht Active Directory Domain Member Server | Ja | Ja |
| - Unterstützt Client und Server Operating Systems ab XP / WS2003 | Ja | Ja |
| - Unterstützt Windows 2000 SP4 | Ja | Nein |
| - Standalone Interface | Nein | Ja |
| - Erfordert Management Server (zusätzliche Infrastruktur) | Ja | Nein |
| - Kostenlos | Nein | Ja |
Die P2V und V2V Optionen von Virtual Machine Manager bieten also weitaus mehr Funktionen als Disk2vhd von Sysinternals. Gerade wenn man einen physischen Domain Controller nach Hyper-V migrieren möchte, kommt man an der zusätzlichen Offline Methode von VMM nicht vorbei – denn für Active Directory ist dies der einzige Weg welcher auch von Microsoft supported wird.
Weitere Informationen
- Microsoft TechNet: P2V: Converting Physical Computers to Virtual Machines in VMM
- Microsoft TechNet: P2V: How to Perform a Conversion
- Microsoft TechNet: Frequently Asked Questions: P2V and V2V Conversions in VMM
Teaming von Netzwerkkarten ist ein häufiges Thema bei Server Virtualisierung mit Hyper-V. Microsoft selbst stellt keine entsprechende Software zur Verfügung, dies wird durch die Hersteller der Netzwerkkarten übernommen. Dies wird auch so im Support KB 968703 von Microsoft entsprechend kommuniziert:
Since Network Adapter Teaming is only provided by Hardware Vendors, Microsoft does not provide any support for this technology thru Microsoft Product Support Services.
Allerdings gab es mit den bisherigen Software Versionen für NIC-Teaming in Zusammenhang mit Hyper-V ziemlich viele Hindernisse, diverse Probleme mit VLAN Tagging, fehlendem Cluster Support, etc. Die Hardware Hersteller haben inzwischen ihre Software aktualisiert, damit nun auch Hyper-V mit und ohne Failover Cluster entsprechende damit umgehen kann:
- Broadcom: 12.30.03 und neuer
- HP: 9.35 und neuer
- Intel: 14.5 und neuer
- …
Sollte der Server Hersteller noch keine aktuelle Version bereitstellen, kann auch auf ein Treiber des Netzwerkkarten Herstellers zurückgegriffen werden.
Installation
Die Reihenfolge der Installation ist sehr wichtig bei Teaming mit Hyper-V. Zunächst sollten die Angaben des Herstellers befolgt werden. Bei HP Server sieht dies zum Beispiel wie folgt aus:
- BIOS und Firmware aktualisieren
- Windows Server aufsetzen
- HP ProLiant Support Pack (PSP) installieren, jedoch ohne HP Network Configuration Utility (NCU)
- Server neu starten
- Hyper-V Rolle installieren
- Server Core:
start /w ocsetup Microsoft-Hyper-V - GUI:
PS> Add-WindowsFeature Hyper-V
- Server Core:
- Server neu starten
- Zusätzliche Software für HBA, DSM, Management Tools installieren
- HP Network Configuration Utility (NCU) installieren
- Server neu starten
Teaming
Nun können die Netzwerkkarten in einem Team zusammengefasst werden. Bei Server Core muss dazu das Control Panel “hpteam.cpl” aufgerufen werden. Dieses befindet sich unter “%ProgramFiles%\HP\NCU\”
Damit bei den vielen NICs die Übersicht behalten werden kann, empfiehlt sich eine entsprechende eindeutige Bezeichnung für den physikalische und virtuelle Netzwerkkarte zu verwenden. Dies kann übrigens auch mittels “netsh” bei Server Core durchgeführt werden: netsh interface>set interface newname="Management"
Bei einer Konfiguration von Hyper-V in einem Cluster, kann nun der Server als neuer Nodem dem Failover Cluster hinzugefügt werden.
Mit dem Command-Line Tool “%ProgramFiles%\HP\NCU\cqniccmd.exe” kann ein XML File erstellt werden, damit die Konfiguration automatisiert werden kann. Dieses Tool muss allerdings lokal auf dem Server ausgeführt werden:
- Export der Konfiguration:
cqniccmd /S c:\HP\teamcfg.xml - Import der Konfiguration:
cqniccmd /C c:\HP\teamcfg.xml
Eine ausführliche Anleitung stellt HP als PDF zur Verfügung: HP ProLiant Network Adapter Scripting Utility User Guide
Hyper-V Virtual Network Switch
Die Konfiguration der Netzwerke für Hyper-V kann nun wie gehabt vorgenommen werden. Einziger Unterschied, ein Virtual Network Switch wird mit dem zuvor angelegten Team Netzwerk Adapter konfiguriert. Um Probleme zu vermeiden, sollte beim Anlegen von Virtual Network Switches darauf geachtet werden, dass nicht über die Netzwerkkarte verbunden wird an welcher die Konfiguration geändert wird. Somit verfügen die Virtual Machines auch bei einem Ausfall einer Netzwerkkarte über eine Netzwerkverbindung.
Weitere Informationen
- Server Talk: How-To: Hyper-V mit Windows Server Core 2008e
- Server Talk: Nachfolger von ServerManagerCMD
- Microsoft Support KB 254101: Network adapter teaming and server clustering
- HP: Using HP ProLiant Network Teaming Software with Microsoft Windows Server 2008 Hyper
Produkte aus dem Haus Microsoft unterstützen in den neuen Versionen allesamt die Script Sprache PowerShell. So ist es auch bei System Center Virtual Machine Manager. Damit man den Überblick über alle cmdlets behält, stellt Microsoft die sogenannten Reference Guides zur Verfügung.
Auszug
System Center Virtual Machine Manager (VMM) is a server application that you can use to manage virtual machines on a variety of virtualization platforms. As an alternative to using the VMM Administrator Console to administer your Virtual Machine Manager environment, you can use the cmdlets in the Windows PowerShell – Virtual Machine Manager command shell, which is an administrator-focused command-line shell. This document provides the Help topics for the VMM cmdlets.
Beispiele
PowerShell ist ein mächtiges Werkzeug, mit welchem sich die Administration einer Infrastruktur stark vereinfachen lässt. Nachfolgend ein “schmankerl” welches aufzeigen soll, wie einfach sich Hyper-V und Virtual Machine Manager über PowerShell administrieren lässt:
- Auflistung sämtlich vorhandener VMs
PS> Get-VM | ft Name, VMHost, HostGroupPath, Status -auto
- Auflistung sämtlich vorhandener Snapshots
PS> Get-VMCheckpoint | ft VM, AddedTime, Name -auto
- Anzeigen der virtuellen NIC mit der MAC Adresse
PS> Get-VM | Get-VirtualNetworkAdapter | ft Name,EthernetAddress
- Auflistung durchgeführter Migrationen
PS> Get-job “move virtual machine *” -all
- Migration einer VM (Live Migration)
PS> Get-VM -Name <VMName> | Move-VM -VMHost <HostName>
- Ändern des Besitzer für alle VMs
PS> Get-VM | Set-VM -Owner <DOMAIN\User>
- Wiederherstellen des letzten Snapshots
PS> Get-VMCheckpoint -MostRecent –VM <VMName> | Restore-VMCheckpoin
- Maintenance Mode für Host aktivieren und VMs migrieren (Live Migration)
PS> Disable-VMHost –VMHost <HostName> -MoveWithinCluster
- Backup der VMM Datenbank (TSQL)
PS> Get-VMMServer <VMM Server> | Backup-VMMServer -Path <BackupFileFolder>
Sämtliche Möglichkeiten der PowerShell cmdlets werden im Reference Guide ausführlich beschrieben.
Source
Der Reference Guide kann direkt im Microsoft Download Center heruntergeladen werden: Virtual Machine Manager 2008 R2, Virtual Machine Manager 2008, oder Virtual Machine Manager 2007. Zum Lesen von Word Dokumenten ist Microsoft Office Word oder der Microsoft Word Viewer erforderlich.
- Version: 1.0
- Pages: 498
- Date Published: 2009-08-24
- Language: English
- Format: *.docx
- Publisher: Microsoft
Mark Russinovich und Bryce Cogswell haben die Microsoft Sysinternals Kollektion um ein hilfreiches Physical to Virtual (P2V) Tool. Mit Disk2vhd lässt sich im laufenden Betrieb eine exakte Kopie einer Hard Disk erstellen. Die Virtual Hard Disk (VHD) lässt sich dann später in Hyper-V, oder Windows Virtual PC nutzen, oder auch als VHD bei Windows 7 und Windows Server 2008 R2 mounten.
About Disk2vhd
Disk2vhd is a utility that creates VHD (Virtual Hard Disk – Microsoft’s Virtual Machine disk format) versions of physical disks for use in Microsoft Virtual PC or Microsoft Hyper-V virtual machines (VMs). The difference between Disk2vhd and other physical-to-virtual tools is that you can run Disk2vhd on a system that’s online. Disk2vhd uses Windows’ Volume Snapshot capability, introduced in Windows XP, to create consistent point-in-time snapshots of the volumes you want to include in a conversion. You can even have Disk2vhd create the VHDs on local volumes, even ones being converted (though performance is better when the VHD is on a disk different than ones being converted).
Physical to Virtual
Disk2vhd funktioniert ab Windows XP SP2, Windows Server 2003 SP1 und neuere Systeme. Es wird sowohl die 32-Bit als auch die 64-Bit Architektur unterstützt. Der Einsatz ist sehr einfach:
- Disk2vhd.exe ausführen und EULA akzeptieren.
- Den Pfad für das VHD File angeben. Per Default wird der Ordner der Disk2vhd Applikation gewählt.
- Nachdem die Physical Disk welche in VHD konvertiert werden soll selektiert wurde, kann der Vorgang mit “Create” gestartet werden.
- Disk2vhd erstellt einen Snasphot welcher als Differencing VHD abgespeichert wird.
Da das Tool allerdings lediglich ein VHD File anlegt, müssen Treiber beziehungsweise die HAL der Virtual Machine im Anschluss manuell geändert werden. Nach dem ersten Start als Virtual Machine erkennt Windows die geänderte Hardware und installiert automatisch die erforderlichen Treiber, sofern diese verfügbar sind. Bei Hyper-V wird für bei 32-Bit ein “ACPI x86-based PC” und bei 64-Bit eine “ACPI x64-based PC” HAL installiert. Je nach Betriebssystem müssen die Integration Components nachträglich manuell installiert werden. Wichtig, da sich die Hardware wären dem Physical to Virtual Conversion um einiges geändert hat, ist eine erneute Aktivierung der Windows Lizenz erforderlich.
Mit der Version 1.2 wurde nun Disk2VHD auch um Command Line Optionen erweitert, welche es erlauben das Erstellen von VHDs zu automatisieren:
Befehl: disk2vhd <[drive: [drive:]...]|[*]> <vhdfile>
Beispiel: disk2vhd * c:\vhd\snapshot.vhd
Support
Tools von Sysinternals kommen zwar inzwischen von Microsoft, werden allerdings als „as is“ bereitgestellt. Ein Auszug aus den Sysinternals Software License Terms:
5. SUPPORT SERVICES: Because this software is “as is”, we may not provide support services for it.
9. DISCLAIMER OF WARRANTY: The Software is licensed “as is”. You bear the risk of using it. Sysinternals gives no express warranties, guarantees or conditions. You may have additional consumer rights under your local laws which this agreement cannot change. To the extent permitted under your local laws, Sysinternals excluded the implied warranties of merchantability, fitness for a particular purpose and non-infringement.
10. LIMITATION ON AND EXCLUSION OF REMEDIES AND DAMAGES: You can recover from Sysinternals and its suppliers only direct damages up to U.S: $5.00. You cannot recover any other damages, including consequential, lost profits, special, indirect or incidental damages.
Source
Die Source für Disk2vhd kann direkt bei Microsoft TechNet heruntergeladen werden, zum Download… Wichtig! Natürlich gibt es andere Lokationen welche weitere Downloads anbieten, es sollte allerdings nur offizielle Builds und Download Centers aufgesucht werden. Zitat Forrest Gump: “Man weiss nie, was man kriegt.”
- Version: 1.4
- Date Published: 2009-12-01
- Language: English
- Format: *.zip
- Publisher: Microsoft (Sysinternals)
- License: Freeware
Das Utility Disk2vhd kann übrigens auch direkt via “Live.Sysinternals.com” gestartet werden.
Mit der Verfügbarkeit von Windows Server 2008 R2 und Hyper-V Server 2008 R2 konnte eine weitere Steigerung der Marktanteile von Hyper-V verzeichnet werden. Der Hypervisor wurde im neuen Betriebssystem um wichtige Komponenten wie Live Migration (aka. VMotion) erweitert. Die Installation und Konfiguration einer Stand-Alone Lösung ist schnell umgesetzt. Die Herausforderung kommt allerdings, sobald in einem Testlabor eine hochverfügbare Infrastruktur aufgebaut werden soll.
Hochverfügbarkeit bedeutet bei Microsoft in den meisten Fällen eine Lösung basierend auf dem Windows Cluster. Damit Hyper-V mit mehreren Nodes betrieben werden kann, ist allerdings ein Shared Storage die Voraussetzung. Bei vielen Installationen wurde allerdings genau bei dieser Anforderung ein Problem während der Validierung festgestellt. Der Report des Cluster Validator Test wird folgende Fehlermeldung angezeigt:
Validate SCSI-3 Persistent Reservation
Validate that storage supports the SCSI-3 Persistent Reservation commands.
Validating Cluster Disk 0 for Persistent Reservation support
Registering PR key for cluster disk 0 from node hyper01.intra.server-talk.eu
Failed to Register PR key for cluster disk 0 from node hyper01.intra.server-talk.eu status 1
Cluster Disk 0 does not support Persistent Reservation
Die Anforderungen an ein Failover Cluster werden bei Microsoft TechNet im Artikel “Failover Cluster Requirements” genauer beschreiben. Kann also ohne Support von SCSI-3 Persistent Reservation kein Windows Server 2008 (R2) Failover Cluster gebaut werden? Leider ist das so, ohne PR – kein Failover Cluster…
Bis Juli 2009 war, nebst den Enterprise Storage Anbieter, die einzige Alternative das iSCSI Target vom Windows Storage Server, welcher allerdings nur als OEM Produkt verfügbar ist. Seit anfangs Juli 2009 gibt es nun mit dem “Data Storage Server” (DSS) in der Version 6 eine sehr interessante Alternative von Open-E.
About Open-E DSS V6
Open-E DSS V6 provides superior performance, security, and scalability at a fraction of the cost of alternative storage offerings. Advanced features of Open-E DSS V6 include Data and Volume Replication, Volume Snapshot, Automatic Failover for iSCSI Volumes, WORM and NDMP. Additionally, Open-E DSS V6 supports a wide variety of hardware RAID platforms from the industry’s leading names. The versatility of the Open-E DSS V6 also allows users to combine NAS systems with iSCSI SAN systems, and provides built-in virus protection, while enabling the connection of multiple Network Interface Controllers, including Gigabit Ethernet, 10 Gigabit Ethernet, Fibre Channel and InfiniBand. Open-E DSS V6 is easily downloaded to any hardware device for simplified access.
Ein Schutz vor Viren auf ist heutzutage ein “Muss” für jeden Server. Bei solchen welchen eine direkte Verbindung zum Internet haben, ist dies sogar überlebenswichtig! Gerne wird allerdings übersehen, dass eine Anti-Virus Software je nach Server spezifische Anpassungen erfordert. Ohne solche Anpassung können Virenscanner Applikationen, oder sogar ganze Server zum Absturz bringen.
Bei Hyper-V zeichnet sich dies so ab dass Virtual Machines (VMs) sich nicht mehr starten lassen, nachdem eine Anti-Virus Software im Management Operating System aka. Parent Partition installiert wurde. Im Event-Log wird dies mit folgender Meldung festgehalten:
Log Name: Microsoft-Windows-Hyper-V-Config-Admin
Source: Hyper-V-Config
Event ID: 4096
Level: Error
Description: The Virtual Machines configuration <GUID> at <path to VM> is no longer accessible: The requested operation cannot be performed on a file with a user-mapped section open. (0×800704C8)
Anti-Virus Ausschlüsse
Damit Hyper-V einwandfrei mit einer installierten Anti Virus Software betrieben werden kann, sind folgende Verzeichnisse vom Virenscan (Realtime und Scheduled) auszuschliessen:
- Virtual Machine Configuration Files
- Default “C:\ProgramData\Microsoft\Windows\Hyper-V”
- Virtual Machine VHD Files
- Default “C:\Users\Public\Documents\Hyper-V\Virtual Hard Disks”
- Default bei Cluster ”C:\ClusterStorage
- Snapshot Files
- Default “%SystemDrive%\ProgramData\Microsoft\Windows\Hyper-V\Snapshots”
- Virtual Machine Prozesse
- Vmms.exe
- Vmwp.exe
Um den Fehler 0×800704C8 zu beheben muss der Hyper-V Virtual Machine Management Server neu gestartet werden. Wenn die Virtual Machine noch immer nicht gestartet werden kann, muss diese allerdings neu angelegt, oder von einem Backup wiederhergestellt werden.
Eine Anti-Virus Software sollte allerdings nicht nur mit den entsprechenden Exludings im Management Operating System installiert werden, sondern auch in den Virtual Machines.
Da Hyper-V sowohl als Core oder auch Full Server betrieben werden, sollte die Option ohne Graphical User Interface (GUI) ebenfalls in Erwägung gezogen werden. Eine Server Core Installation bietet die kleinste Angriffsfläche und wird für den Einsatz der Server Virtualisierung empfohlen. Ohne GUI sind weniger Windows Patches und Updates erforderlich, dadurch verringert sich auch die Anzahl der Neustarts.
Im Übrigen sollte im Management Operating System keine zusätzlichen Applikationen ausgeführt werden. Damit kann sichergestellt werden, dass nur Updates für Server Core, die Hyper-V Service Komponenten und den Hypervisor installiert werden müssen.
Weitere Informationen
- Microsoft TechNet: Planning for Hyper-V Security
- Server Talk: How-To: Hyper-V mit Windows Server Core 2008
