Archiv für die Kategorie „Server Core“
How-To: Netzwerkkarten Teaming mit Hyper-V

Logo Microsoft Windows Server 2008 R2Teaming von Netzwerkkarten ist ein häufiges Thema bei Server Virtualisierung mit Hyper-V. Microsoft selbst stellt keine entsprechende Software zur Verfügung, dies wird durch die Hersteller der Netzwerkkarten übernommen. Dies wird auch so im Support KB 968703 von Microsoft entsprechend kommuniziert:

Since Network Adapter Teaming is only provided by Hardware Vendors, Microsoft does not provide any support for this technology thru Microsoft Product Support Services.

Allerdings gab es mit den bisherigen Software Versionen für NIC-Teaming in Zusammenhang mit Hyper-V ziemlich viele Hindernisse, diverse Probleme mit VLAN Tagging, fehlendem Cluster Support, etc. Die Hardware Hersteller haben inzwischen ihre Software aktualisiert, damit nun auch Hyper-V mit und ohne Failover Cluster entsprechende damit umgehen kann:

  • Broadcom: 12.30.03 und neuer
  • HP: 9.35 und neuer
  • Intel: 14.5 und neuer

Sollte der Server Hersteller noch keine aktuelle Version bereitstellen, kann auch auf ein Treiber des Netzwerkkarten Herstellers zurückgegriffen werden.

Installation

Die Reihenfolge der Installation ist sehr wichtig bei Teaming mit Hyper-V. Zunächst sollten die Angaben des Herstellers befolgt werden. Bei HP Server sieht dies zum Beispiel wie folgt aus:

  1. BIOS und Firmware aktualisieren
  2. Windows Server aufsetzen
  3. HP ProLiant Support Pack (PSP) installieren, jedoch ohne HP Network Configuration Utility (NCU)
  4. Server neu starten
  5. Hyper-V Rolle installieren
    1. Server Core: start /w ocsetup Microsoft-Hyper-V
    2. GUI: PS> Add-WindowsFeature Hyper-V
  6. Server neu starten
  7. Zusätzliche Software für HBA, DSM, Management Tools installieren
  8. HP Network Configuration Utility (NCU) installieren
  9. Server neu starten

Teaming

Nun können die Netzwerkkarten in einem Team zusammengefasst werden. Bei Server Core muss dazu das Control Panel “hpteam.cpl” aufgerufen werden. Dieses befindet sich unter “%ProgramFiles%\HP\NCU\”

Damit bei den vielen NICs die Übersicht behalten werden kann, empfiehlt sich eine entsprechende eindeutige Bezeichnung für den physikalische und virtuelle Netzwerkkarte zu verwenden. Dies kann übrigens auch mittels “netsh” bei Server Core durchgeführt werden: netsh interface>set interface newname="Management"

Bei einer Konfiguration von Hyper-V in einem Cluster, kann nun der Server als neuer Nodem dem Failover Cluster hinzugefügt werden.

Mit dem Command-Line Tool “%ProgramFiles%\HP\NCU\cqniccmd.exe” kann ein XML File erstellt werden, damit die Konfiguration automatisiert werden kann. Dieses Tool muss allerdings lokal auf dem Server ausgeführt werden:

  • Export der Konfiguration: cqniccmd /S c:\HP\teamcfg.xml
  • Import der Konfiguration: cqniccmd /C c:\HP\teamcfg.xml

Eine ausführliche Anleitung stellt HP als PDF zur Verfügung: HP ProLiant Network Adapter Scripting Utility User Guide

Hyper-V Virtual Network Switch

Die Konfiguration der Netzwerke für Hyper-V kann nun wie gehabt vorgenommen werden. Einziger Unterschied, ein Virtual Network Switch wird mit dem zuvor angelegten Team Netzwerk Adapter konfiguriert. Um Probleme zu vermeiden, sollte beim Anlegen von Virtual Network Switches darauf geachtet werden, dass nicht über die Netzwerkkarte verbunden wird an welcher die Konfiguration geändert wird. Somit verfügen die Virtual Machines auch bei einem Ausfall einer Netzwerkkarte über eine Netzwerkverbindung.

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Windows Server Core Management

Logo Microsoft Windows Server 2008 R2Server, welche keine grafische Benutzeroberfläche benötigen, können als Core installiert werden. Dabei wird nur ein Minimalsystem installiert, welches out-of-the-box durch eine Command Line Oberfläche administrierbar ist. Da nur die benötigten Features eingebunden werden, ist der Footprint kleiner als bei einer Full Installation des Windows Servers. Weniger Bits & Bytes heisst auch, eine kleinere Angriffsfläche und somit auch weniger Patches.

Da für eine Server Core Installation nicht die gewohnte Windows Benutzeroberfläche verwendet wird, kann für den Abschluss der Serverkonfiguration keine Standardvorgehensweise (“Out-of-Box Experience”) angegeben werden. Stattdessen muss die Initial Konfiguration manuell mit Command Prompt Tools ausgeführt werden, daher hält sich die Beliebtheit des Server Core bei den Administratoren leider noch ziemlich in Grenzen…

Um einfachere Möglichkeiten aufzuzeigen wie ein Server schneller und einfacher in Betrieb genommen werden kann, nachfolgend eine kurze Übersicht über die Server Core Management Tools.

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How-To: Windows Service Pack Installation bei Server Core

Microsoft Windows Server 2008Service Pack 2 für Windows Vista und Server 2008 hat den Status Release to Manufacturing (RTM) erreicht. Angenehm ist die Version, welche für bei Operating Systems, sämtliche Architekturen und mehreren Sprachen eingesetzt werden kann:

How-To: Windows Service Pack Installation bei Server Core

Auf diesem Medium sind folgende Files enthalten

  • Windows6.0-KB948465-IA64.exe (472′267′144 KB)
  • Windows6.0-KB948465-X64.exe (605′410′472 KB)
  • Windows6.0-KB948465-X86.exe (365′230′920 KB)

Requirements

Ein Upgrade auf Service Pack 2 kann mittels Software Verteilung (SCCM), Patch Management (WSUS), oder auch manuell als Stand-alone vorgenommen werden. Für die Installation wird je nach Version / Sprache entsprechend viel freier Disk Space vorausgesetzt:

  • Stand-alone Installation
    • X86: : 1.8 GB bis 2.9 GB
    • X64: 3.2 GB bis 4.9 GB
    • IA64: 2.9 GB bis 3.2 GB
  • Windows Update
    • X86: : 350 MB
    • X64: 600 MB
    • IA64: 2.25 GB

Installation

Bei einem Server Core, dem Server ohne GUI, erfolgt die manuelle Installation auf der Command Line Ebene. Für eine Installation des Service Packs müssen folgende Schritte vorgenommen werden:

  1. ISO mounten, DVD einlegen, oder Binaries auf den Server kopieren
  2. Entsprechendes EXE (IA64, X64, X86) mit dem Parameter /unattend aufrufen, zum Beispiel: Windows6.0-KB948465-X64.exe /unattend
  3. Nach einem Reboot ist die Installation abgeschlossen. Es wird die Meldung „Windows Server Service Pack 2 is now installed“ ausgegeben.

Der Setup dauert einige Minuten. Der Vorgang sollte daher zwingen in einem Wartungsfenster vorgenommen werden. Wichtig, Pre-RTM Build können nicht aktualisiert werden. Diese Releases müssen vor dem Upgrade entfernt werden.

Damit eine Installation über Windows Update verhindert werden könnte, gibt es das Windows Service Pack Blocker Tool Kit. Wichtig, eine Installation des Service Pack erfolgt sowieso erst nach Akzeptieren der EULA. Zum Download…

Weitere Informationen

How-To: Active Directory mit Windows Server Core 2008

Logo MSFT Windows ServerSoll ein Domain Controller auf einem Windows Server Core 2008 installiert werden, muss zunächst ein neuer Server als Core Server installiert werden. Nach Abschluss der Windows Installation müssen folgende Komponenten gemäss Konzept konfiguriert werden:

  • Network
  • Computer Name
  • Remote Desktop Connection
  • Firewall

Server Konfiguration

Die Konfiguration kann mittels Command Prompt, beschrieben in einem älteren Artikel “How-To: Hyper-V mit Windows Server Core 2008“, oder dem inoffiziellen Tool “Server Core Configurator” von Guy Teverovsky vorgenommen werden. Zum Download…

Domain Controller Installation

Beim Server Core kann der “Active Directory Domain Controller Installation Wizard” (dcpromo) nicht wie früher ausgeführt werden. In diesem Fall wird ein “Unattend file” für die Installation der Domain Controller Role benötigt. Einfachheitshalber kann das benötigte Unattend file auf einem anderen Windows Server 2008 (mit GUI) erstellt werden. Informationen dazu gibt es im Microsoft Support KB 947034. Ein solches File kann wie folgt aussehen:

[DCINSTALL]
UserName=Administrator
UserDomain=intra.server-talk.eu
Password=MyPa$$w0rdIsSaf3
ReplicaOrNewDomain=Replica
ReplicaDomainDNSName=intra.server-talk.eu
InstallDNS=Yes
ConfirmGC=Yes
DatabasePath="C:\Windows\NTDS"
LogPath="C:\Windows\NTDS"
SYSVOLPath="C:\Windows\SYSVOL"
SafeModeAdminPassword=MyPa$$w0rdIsSaf3
RebootOnCompletion=Yes

Die Installation wird dann mit dem Command “dcpromo /answer:c:\dccore.txt” gestartet. Die Active Directory Domain Services binaries werden automatisch installiert. Nach dem Reboot wurde der Server bereits in die OU “Domain Controllers” verschoben und nimmt seine Tätigkeiten als Domain Controller auf.

Nach der Installation der Domain wird im lokalen File der Eintrag bei “Password” und “SafeModeAdminPassword” entfernt. Das File kann also ohne Bedenken auf dem Server belassen werden. Übrigens, ein Demotion (De-Installation) eines Domain Controllers erfolgt mit dem Befehl: dcpromo /AdministratorPassword:"MyPa$$w0rdIsSaf3"

Weitere Informationen

How-To: Integration Services auf Server Core installieren

Logo MSFT Windows ServerWird eine Virtual Machine auf Hyper-V installiert, so müssen für die verbesserte Integration zwischen Host und Guest System die “Integration Services” nachinstalliert werden. Ohne dieses Software Package stehen gewisse Funktionen nicht zur Verfügung. Die Integration Services sind vergleichbar mit den “VMware Tools” von VMware.

Um die Integration Services zu installieren muss in der Virtual Machine Connection unter “Action | Insert Integration Services Disk” angewählt werden. Sollte Autorun nicht von selbst starten, so kann die Installation manuell gestartet werden: “X:\support\x86\setup.exe“, oder “X:\support\amd64\setup.exe“.

Zweiteres trifft auch beim Server Core zu. Bei einem solchen System muss im Command Promt in das Verzeichnis der Integration Services gewechselt und das Setup manuell gestartet werden. Nach einem Neustart des virtuellen Gast System funktioniert die Integration einwandfrei.

How-To: Hyper-V mit Windows Server Core 2008

Logo MSFT Windows ServerAm Donnerstag, 26. Juni 2008, hat Microsoft Hyper-V als RTM-Version zum Download bereitgestellt. Einige Tage später löse ich nun meinen XenServer durch die Lösung aus Redmond ab. Das Vorgehen einer Hyper-V Implementation auf Basis von Windows Server Core sieht wird nachfolgend genauer beschrieben.

Administrator Password

Nachdem die Installation des Server Cores, am Besten x64, abgeschlossen wurde muss als erstes ein neues Password gesetzt werden. Der Default User Administrator hat zu Beginn nämlich keines gesetzt. 

Network Configuration

Der Windows Server bezieht nach der Installation automatisch eine IP-Adresse von einem DHCP-Server. Für die Network Configuration in CMD erfolgt über netsh:

  1. Die verfügbaren Network Interface Cards (NIC) ausgeben: netsh interface ipv4 show interface
  2. Die entsprechende NIC identifizieren und eine fixe IP vergeben: netsh interface ipv4 set address name=<Idx, oder Name> source=static <IP> <MASK> <GW>
  3. DNS Server werden mittels weiteren Commands eingetragen:
    • Primary DNS: netsh interface ipv4 add dnsserver name=2 address=<IP-DNS 1> index=1
    • Secondary DNS: netsh interface ipv4 add dnsserver name=2 address=<IP-DNS 2> index=2

Computername

Der während der Installation generierte Computername kann mittels “hostname” angezeigt werden. In den wenigsten Fällen passt dieser in ein vorhandenes Namenskonzept… Ein neuer Name wird mit “netdom renamecomputer %computername% /NewName:VHOST01 /force /reboot:5” zugewiesen. Damit die Änderung aktiv werden, muss der Server neugestartet werden. Muss der Server Mitglied einer Active Directory Domain werden, ist ein zusätzlicher Command notwendig: netdom join %computername% /domain:DOMAIN /userd:ADMIN /passwordd:*****

Remote Desktop Connection

Wie bereits schon bei Windows Server 2003 muss RDP für remote Management explizit durch den Administrator aktiviert werden. Ein vorbereitetes Script übernimmt diesen Task: cscript %windir%\System32\scregedit.wsf /ar 0. Der Status kann mit “scregedit.wsf /ar /v” angezeigt werden. Steht die Registry Setting auf “0″, so ist RDP aktiviert. “1″ steht für deaktiviert. Weitere Informationen stehen im Microsoft KB 555964.

Firewall Configuration

Wie bei der Full Installation des Windows Server 2008 wird sämtlicher Inbound Traffic nach Abschluss der Installation geblockt. Um den Zugriff mittels MMC zu erlauben, müssen entsprechende Firewall-Rules aktiviert werden: netsh advfirewall firewall set rule group="Remote Administration" new enable=yes. Als Ergebnis wird “Updated 3 rule(s)” ausgegeben. Die Firewall Anpassungen erfordern wieder einen Neustart des Servers: shutdown /r /t 5. Nützliche Informationen zur Firewall Konfiguration gibt es im Microsoft KB 947709.

Hyper-V RTM Update

Da die RTM-Version von Hyper-V einiges später als Windows Server 2008 released wurde, muss zunächst dieses Update eingespielt werden. Zum Download…

Das heruntergeladene Update, Windows6.0-KB950050-x64.msu, kann von einer remote Maschine auf den Hyper-V Server kopiert werden. Oder, man startet die Installation von einem mit “net use” verbundenen Laufwerk. Die Installation wird mit “wusa Windows6.0-KB950050-x64.msu” gestartet. Nach dem abgeschlossenen Update, sollte die Aufforderung zum Neustart des Servers mit “Reboot Now” beantwortet werden.

Hyper-V Installation

Nachdem der Server Core soweit vorbereitet ist, kann die Hyper-V Role installiert werden. Server Roles werden beim Server Core mit “ocsetup” installiert. Wichtig, diese Commands sind cAsE sEnSiTiVe! Für Hyper-V lautet somit der Command: start /w ocsetup Microsoft-Hyper-V. Mit “oclist” kann der Installationsstatus sämtlicher Server Roles angezeigt werden. Bei Hyper-V steht neu “Installed:Microsoft-Hyper-V” . Nun lassen sich die ersten Virtual Machines installieren. Anti-Virus und Management Agents nicht vergessen…

Windows Lizenz

Natürlich ist es auch bei einem Windows Server Core 2008 erforderlich, eine gültige Lizenz einzutragen. Dies wird mit dem Command “cscript %systemroot%\system32\SLmgr.vbs -ipk aaaaa-bbbbb-ccccc-ddddd-eeeee” gemacht. Die Aktivierung wird mit “cscript %systemroot%\system32\SLmgr.vbs -ato” vorgenommen.

1, 2, 3 hilfreiche Commands

  • Vom Server abmelden: logoff
  • Zweites CMD öffnen: start cmd /separate
  • Display Auflösung: reschangecon.exe -width=1024 -height=768 -depth=8 -force dd
  • Manuelle Software Installation: Msiexec.exe /i <msipackage>li>
  • Maximaltes Kennwortalter: net accounts /maxpwage:UNLIMITED
  • Hyper-V Server Role deinstallieren: ocsetup Microsoft-Hyper-V /uninstall

Weitere hilfreiche Commands werden im Technet Step-By-Step Guide, oder im Server Core Blog beschrieben. Alternativ können auch Windows Server Core Management Tools helfen.

Downloads

  • Microsoft KB 950050: Hyper-V RTM
  • Microsoft KB 951636: Hyper-V Language Pack
  • Microsoft KB 952627: Hyper-V Remote Management Tools

Weitere Informationen