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System Center 2012 verfügbar, doch wo muss der Product Key hin?

Das Management Summit (MMS) in Las Vegas ist die Plattform, wo Microsoft viele Ankündigungen gemacht werden. Dieses Jahr wurde (unteranderem) die komplette System Center 2012 offiziell released. Nebst neuen Komponenten wird neu die Lizenzierung nach Anzahl der physischen Prozessoren geregelt:

  • System Center Standard erlaubt den Betrieb auf einem Server mit zwei physical CPUs und zwei virtual (Server) Operation Systems
  • System Center 2012 Datacenter erlaubt ebenfalls zwei physical CPUs aber unbeschränkt viele virtual (Server) Operation Systems.

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Windows Failover Cluster mit Hyper-V

Logo Microsoft Windows Server 2008 R2Vor einigen Wochen wurde hier ein Artikel zu Failover Cluster mit VMware publiziert. Natürlich darf dann auch ein Artikel zu Failover Cluster mit Hyper-V nicht fehlen. Die Konfiguration von Guest Clustering ist auch bei Hyper-V möglich. Allerdings gilt es die Support Policy für das jeweilige Operating System zu prüfen und die Limitierungen zu beachten. Im nachfolgenden Artikel wird nun detaillierter auf den Support der einzelnen Windows Server Versionen in einer Cluster Konfiguration eingegangen.

Windows NT Server 4.0 / Windows 2000 Server / Windows Server 2003

Microsoft supported keinen virtuellen Failover Cluster (MSCS) auf Basis dieser Windows Server Version.

Windows Server 2008 und 2008 R2

Microsoft hat die Support Policy für Failover Cluster in Windows Server 2008 radikal geändert um zukünftig flexibler zu sein. Damit eine Failover Cluster Konfiguration durch Microsoft supported wird, müssen sämtliche Komponenten über ein Windows Server Logo verfügen und neu die Cluster Validierung (Validate a Configuration…) erfolgreich ohne Fehler bestehen. Die Konfiguration von Windows Server 2008 und auch 2008 R2 als Guest Failover Cluster ist grundsätzlich supported. Die vollständige Support Policy wird bei Microsoft TechNet beschrieben – hier sollte dem Abschnitt “Virtualized Servers” spezielle Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Hinweise zu Hyper-V

Nebst den bereits erwähnten TechNet und Knowledge Base Artikeln sollten auch die Policies für die jeweilige Applikation auf zusätzliche Hinweise und Limitationen geprüft werden. Nachfolgend wird das wichtigste (Stand Juli 2010) für Hyper-V zusammengefasst:

  • Wird ein virtueller Cluster Node mittels Quick Migration auf einen anderen Hyper-V Host verschoben, so führt dies zu einem Unterbruch des Heartbeats. Dies hat zur Folge, dass ein Failover der Virtual Machine initiiert wird.
  • Grundsätzlich wird Live Migration für Virtual Machines, welche Bestandteil eines Guest Failover Cluster sind, supportet. Allerdings sollte die Toleranz für Heartbeat (“SameSubnetThreshold” und “SameSubnetDelay”) angepasst werden.
  • Die Guest Failover Cluster Nodes sollten nicht auf demselben Host betrieben werden. Dazu kann in einem Failover Cluster das “AntiAffinityClassNames” konfiguriert werden. Damit wird sichergestellt dass Cluster Ressourcen, in diesem Fall Virtual Machines, nicht auf dem gleichen Cluster Node (Hyper-V Host) betrieben werden. Diese können über die Command Prompt konfiguriert werden, zum Beispiel:
    • cluster.exe group “MyServer1″ /prop AntiAffinityClassNames=”MyClassToBlock”
    • cluster.exe group “MyServer2″ /prop AntiAffinityClassNames=”MyClassToBlock”
  • Von der Virtual Machine kann Shared Storage nur über den Microsoft iSCSI Software Initiator angesprochen werden. Ein Fiber Channel LUN kann in Hyper-V nicht als Shared Storage Konfiguriert werden.

Speziell zum letzten Punkt noch eine detailliertere Erläuterung – Das Schlüsselwort ist “Shared Storage”. Es gibt viele Cluster Konstellationen welche kein Shared Storage voraussetzen, wie zum Beispiel Exchange Server 2010. Dort ist auch eine Anbindung per Pass-through möglich, die dann auf beliebig an den Host angebundene LUNs (iSCSI, FC, FCOE) zugreifen kann. Für Exchange Server wird dies in einem Microsoft TechNet Artikel detailliert beschrieben. Danke an Nils Kaczenski für den Hinweis.

Per September 2010 kann folgende Support Matrix für virtuelle Failover Cluster auf Basis von Hyper-V erstellt werden:

Guest OS Windows Server 2008 Windows Server 2008 R2
Windows NT Server 4.0 Nein Nein
Windows 2000 Server Nein Nein
Windows Server 2003 Nein Nein
Windows Server 2008 Ja Ja
Windows Server 2008 R2 Ja Ja

Server Virtualization Validation Program (SVVP)

Ein inzwischen wichtiger Bestandteil des Windows Server Catalog ist das bereits angekündigte Server Virtualization Validation Program, oder kurz SVVP. Der verfügbare “Support Policy Wizard” erlaubt es im Voraus die geplante Konfiguration zu prüfen und ist ein “Muss” für jede Installation. Es ist also von grosser Wichtigkeit, nicht nur auf die Windows Support Policy zu achten, sondern auch jene der Applikation welche zukünftig im Guest Failover Cluster betrieben werden soll. Auch non-Microsoft Hypervisor können hier ausgewählt werden.

Nebst dem Support Statement (Supportet / not Supported) werden auch zusätzliche Details bereitgestellt und direkt auf die entsprechende Information verlinkt:

Weitere Informationen

How-To: Key Management Service (KMS) mit Windows Server 2008 R2 *reloaded*

Logo Microsoft Windows Server 2008 R2Mit dem Key Management Service (KMS) ermöglicht Microsoft den Kunden, bei der Installation eines  Operating Systemsdie Zuweisung und Aktivierung der Windows Lizenz im Hintergrund zu automatisieren. Dieser Dienst wurde erstmalig mit Windows Vista eingeführt und dann auch für Windows Server verwendet, darüber wurde bereits bei Server Talk berichtet.

Damit nebst Windows Vista und Server 2008 auch die neuen  Operating Systems Windows 7 und Server 2008 R2 mit dem KMS aktiviert werden können, muss die Infrastruktur auf KMS 1.2 aktualisiert werden. Dies kann erreicht werden indem die bestehende Installation mit neuen Funktionen erweitert, oder der KMS direkt in der neuen Version 1.2 installiert wird.

Update eines bestehenden Key Management Service (KMS)

Eine bestehende Installation kann mittels Hotfix auf die benötigte Version 1.2 aktualisiert werden. Dieses Update ist für folgende  Operating Systems erhältlich:

  • Windows Server 2003 SP2: KB968915 erforderlich
  • Windows Server 2008: KB968912 erforderlich
  • Windows Server 2008 R2: Kein Update erforderlich

Da es sich nur um ein Update handelt, muss bereits ein Key Management Service in der Version 1.0 oder 1.1 auf dem System installiert sein. Nach der Installation von KB968915, oder KB968912 muss der Server neu gestartet werden.

Nach dem Neustart kann der KMS Host für Windows 7 und/oder Windows Server 2008 R2 installiert werden: cscript %windir%\system32\slmgr.vbs /ipk 12345-12345-12345-12345-12345 Wichtig, es wird nach wie vor wird eine Anzahl an KMS Clients vorausgesetzt, bevor mit der Aktivierung begonnen wird, dies variiert je nach  Operating System:

  • Windows Vista: Mindestens 25x installiert (Physical)
  • Windows Server 2008: Mindestens 5x installiert (Physical)
  • Windows 7: Mindestens 25x installiert (Physical / Virtual)
  • Windows Server 2008 R2: Mindestens 5x installiert (Physical / Virtual)

Neue Installation des Key Management Service (KMS)

Wie eine KMS Infrastruktur implementiert werden kann, wird in einem älteren Artikel detailliert beschrieben. Für Windows Server 2008 R2 sind keine Updates erforderlich.

Mechanismus

Auch bei KMS 1.2 bleibt der Mechanismus der gleiche, wird ein Windows 7 Client aufgesetzt sucht sich dieser den KMS Host. Vom DNS Server (SRV-Record “_VLMCS”) bekommt die Client Maschine die IP Adresse des KMS Host. Der Client übermittelt anschliessend seinen Activation Hash (25-stellig), welcher vom Host mit dem Threshold beantwortet wird. Dies ist eine Nummer zwischen 1 und 50. Beträgt dieser Threshold “5″ so können Server aktiviert werden, bei einem Threshold von “25″ lassen sich Server und Clients aktivieren.

Ist der erforderliche Wert noch nicht erreicht so melden sich die KMS Client Maschine regelmässig beim KMS Host bis der erforderliche Threshold erreicht wurde und die Aktivierung erfolgreich durchgeführt werden kann.

Management

Für die Überwachung der aktivierten, oder eben nicht aktivierten, KMS Clients gibt es ein Management Pack für System Center Operations Manager. Damit werden automatisch alle wichtigen Funktionen des KMS Hosts überwacht und in das Alerting von SCOM aufgenommen.

Aber auch für Infrastrukturen ohne System Center Operations Manager hat Microsoft eine Lösung. Mit dem kostenlosen Tool “Volume Activation Management Tool” (VAMT) kann der aktuelle Status der Windows Clients angezeigt werden. Für die Verwaltung von Windows 7 und Server 2008 R2 ist VAMT 1.2 erforderlich, welches nun Bestandteil von Windows Automated Installation Kit (AIK) ist.

Mit VAMT 2.0 wird der Inhalt in einer MMC aufbereitet:

Leider ist die Ansicht nach wie vor blockiert wenn ein Job ausgeführt wird, wie zum Beispiel “Collecting product information”. Nebst der neuen “Action Pane” welche mit MMC 3.0 eingeführt wurde, lässt sich das Tool nun auch von der Command Line ansprechen, welches mit geplanten Tasks sehr hilfreich sein kann.

Mit der Einführung der Version 2.0 des Volume Activation Management Tools wird zugleich auch der Support für Microsoft Office 2010 hinzugefügt. Somit lassen sich künftig Windows und Office Activation von der gleichen Console verwalten.

KMS Host Key

Die untenstehende Tabelle zeigt die Gruppierung der verschiedenen Windows Editionen an. Je nach KMS Key können auf dem Lizenzserver die beschriebenen Windows Versionen aktiviert werden.

KMS Key Möglicher KMS Host Mögliche KMS Clients
Client VL Windows Vista
Windows 7
Windows Server 2003 (KMS 1.2)
Windows 7 Enterprise
Windows 7 Professional
Windows Vista Business
Windows Vista Enterprise
Server Group A Windows Web Server 2008
Windows Web Server 2008 R2
Windows HPC Server 2008
Windows HPC Server 2008 R2
Windows Server 2003 (KMS 1.2)
Vorherige  Operating Systems, plus:
Windows Web Server 2008
Windows Web Server 2008 R2
Windows HPC Server 2008
Windows HPC Server 2008 R2
Server Group B Vorherige  Operating Systems, plus:
Windows Server 2008 Standard
Windows Server 2008 R2 Standard
Windows Server 2008 Enterprise
Windows Server 2008 R2 Enterprise
Vorherige  Operating Systems, plus:
Windows Server 2008 Standard
Windows Server 2008 R2 Standard
Windows Server 2008 Enterprise
Windows Server 2008 R2 Enterprise
Server Group C Vorherige  Operating Systems, plus:
Windows Server 2008 Datacenter
Windows Server 2008 R2 Datacenter
Windows Server 2008 for Itanium
Vorherige  Operating Systems, plus:
Windows Server 2008 Datacenter
Windows Server 2008 R2 Datacenter
Windows Server 2008 for Itanium

Wird ein “Server Group C” KMS Key auf dem Lizenzserver eingetragen, können sämtliche Windows Server und Client Versionen aktiviert werden, egal ob Standard, Enterprise oder Datacenter bzw. Business, Professional oder Enterprise bei einem Client  Operating System.

KMS Keys für die Installation

Per Default verwendet Windows 7 und Windows Server 2008 R2 KMS für die Aktivierung. Um dies zu ändern kann ein KMS Client einfach durch die Installation eines MAK Product Key zu einem MAK Client umgewandelt werden. Auf dem gleichen Weg kann auch ein MAK Client zu einem KMS Client konfiguriert werden. Dazu sind allerdings spezielle Product Keys erforderlich:

OPERATING SYSTEM KMS SETUP KEY
Windows 7 Professional FJ82H-XT6CR-J8D7P-XQJJ2-GPDD4
Windows 7 Professional N MRPKT-YTG23-K7D7T-X2JMM-QY7MG
Windows 7 Enterprise 33PXH-7Y6KF-2VJC9-XBBR8-HVTHH
Windows 7 Enterprise N YDRBP-3D83W-TY26F-D46B2-XCKRJ
Windows 7 Enterprise E C29WB-22CC8-VJ326-GHFJW-H9DH4
Windows Server 2008 R2 HPC Edition FKJQ8-TMCVP-FRMR7-4WR42-3JCD7
Windows Server 2008 R2 Datacenter 74YFP-3QFB3-KQT8W-PMXWJ-7M648
Windows Server 2008 R2 Enterprise 489J6-VHDMP-X63PK-3K798-CPX3Y
Windows Server 2008 R2 for Itanium GT63C-RJFQ3-4GMB6-BRFB9-CB83V
Windows Server 2008 R2 Standard YC6KT-GKW9T-YTKYR-T4X34-R7VHC
Windows Web Server 2008 R2 6TPJF-RBVHG-WBW2R-86QPH-6RTM4

Diese KMS Client Keys sind von Microsoft TechNet und können nicht als KMS Host für die Aktivierung eingesetzt werden.

KMS ohne DNS Namenauflösung

Wenn Clients keinen Zugriff auf den DNS Server haben, muss der KMS Client manuell dem KMS Host zugewiesen werden: C:\> cscript "C:\Windows\System32\slmgr.vbs" /skms <MyKMSHost_IP:Port> Sinnvollerweise wird hier die IP Adresse des KMS Host eingetragen. Wichtig, die automatische Erkennung von KMS wird mit diesem Befehl allerdings deaktiviert.

Office 2010 Activation

Die neuste Version von Microsoft Office wird nun ebenfalls mittels KMS aktiviert. Dazu muss allerdings zunächst eine Erweiterung “KeyManagementServiceHost.exe” für den KMS Host installiert werden. Während der Setup-Routine wird der Office 2010 KMS Key abgefragt und anschliessend automatisch installiert sowie auch aktiviert. Es sind somit keine zusätzlichen “slmgr” Commands erforderlich.

Auf der Client Seite kann in Office selbst, zum Beispiel Microsoft Word 2010, unter “File ⇒ Help” überprüft werden, ob das Produkt bereits aktiviert wurde. Alternativ steht auch ein VB-Script zur Verfügung: C:\> cscript "C:\Program Files (x86)\Microsoft Office\Office14\OSPP.VBS" /act Im Ausgabefenster sollte dann “<Product activation successful>” stehen, sofern die Office Lizenz aktiviert wurde.

Die aktuelle Anzahl aktivierter Office Clients kann auf dem KMS Host ausgelesen werden: C:\> cscript "C:\Windows\System32\slmgr.vbs" /dlv bfe7a195-4f8f-4f0b-a622-cf13c7d16864 Auch bei Office 2010 müssen fünf (5) Office 2010 Clients in Betrieb genommen werden, bevor der KMS aktiv wird. Dies wird bei “Current count = xyz” ausgewiesen. Die Clients müssen sich übrigens ebenfalls alle 180 Tage beim KMS Host melden, damit das Produkt aktiviert bleibt.

Source

Die Volume Activation Management Tool kann direkt im Microsoft Download Center heruntergeladen werden, zum Download… Wichtig! Natürlich gibt es andere Lokationen welche weitere Downloads anbieten, es sollte allerdings nur offizielle Builds und Download Centers aufgesucht werden. Zitat Forrest Gump: “Man weiss nie, was man kriegt.”

  • Version: 2.0
  • Date Published: 2010-04-26
  • Language: Englisch
  • Format: *.msi
  • Publisher: Microsoft
  • License: Freeware

Troubleshooting

Error: 0xc004C008, The actication server determined that the specific product key could not be used

Ein KMS Host Key kann nur 6x aktiviert werden, danach wird automatisch eine Sperrung dieses Keys ausgelöst. Eine zukünftige Aktivierung wird dann durch den Microsoft License Server abgelehnt. In einem solchen Fall muss eine Freischaltung des Keys beantragt werden. Das genaue Vorgehen wird im Dokument “MAK and KMS Volume License Keys and Their Activation Limits” beschrieben.

Error: 0xC004F074, The Key Management Server (KMS) is unavailable

Der auf dem KMS Host installierte Key kann keine Windows 7, oder Windows Server 2008 R2 Maschinen aktivieren. Der KMS Host und Key müssen aktualisiert werden. Einen entsprechenden Key kann über den Volume License Vertrag angefordert werden.

Error: 0xC004F050, The Software Licensing Service reported that the product key is invalid

Der Server muss nach dem Update neu gestartet werden. Sollte der Fehler nach dem Neustart nach wie vor bestehen, muss der Software Licensing Dienst vor der KMS Host Key Installation gestoppt / gestartet werden. Dazu muss lediglich ein Command Prompt als Administrator geöffnet werden:

  1. net stop sppsvc && net start sppsvc
  2. cscript %windir%\system32\slmgr.vbs /ipk 12345-12345-12345-12345-12345

 

Weitere Informationen

How-To: Key Management Service (KMS) mit Windows Server 2008

Im vorhergehenden Artikel wurde beschrieben, wie Volume Activation 2.0 von Microsoft funktioniert. Von der Theorie geht es nun zur Praxis. Im nachfolgenden Artikel wird beschrieben, wie ein Key Management Service (KMS) in Betrieb genommen werden kann. Damit diese Form der Aktivierung eingesetzt werden kann, sind im Minimum 25x Windows Vista, oder 5x Windows Server 2008 im Netzwerk erforderlich. Die Aktivierung mittels KMS ist so konzipiert, dass der Eingriff durch ein Administrator auf ein Minimum beschränkt ist.

DNS Server

KMS-Hosts erstellen automatisch einen “Service Record” (SRV) auf dem DNS-Server. Wird “Dynamic DNS” (DDNS) unterstützt, ist keine weitere Konfiguration erforderlich. Wenn allerdings mehrere KMS-Hosts eingesetzt werden, kann jeweils nur der erste Host den DNS-Record erstellen. Die nachfolgenden KMS-Hosts können den Record nur ändern, wenn die Berechtigungen auf dem DNS-Server entsprechend angepasst wurden:

  1. In Active Directory eine Global Security Group für die KMS-Hosts anlegen.
  2. In die Security Group sämtliche KMS-Host (Computer Accounts) hinzufügen.
  3. Die Berechtigung auf dem DNS-Server anpassen, damit Mitglieder der Security Group Host Updates durchführen können.
  4. Der SRV_Record kann nun durch den KMS-Host angelegt werden.

Per Default ist DDNS auf einem Windows DNS-Server aktiviert (Dynamic Updates: Secure only). Wenn diese Funktion in einem Netzwerk nicht zur Verfügung steht, kann der SRV-Record auch ohne weiteres manuell angelegt werden:

  1. Im DNS Manager den DNS-Server auswählen und die “Forward Lookup Zones” erweitern.
  2. Auf der entsprechenden Domain mittels Rechtsklick “Other New Records… ⇒ Service Location (SRV)” anwählen und mit “Create New Record…” bestätigen.
  3. Folgende Werte müssen nun eingetragen werden
    • Service: _VLMCS
    • Protocol: _TCP
    • Port number: 1688
    • Host offering this service: <FQDN des KMS-Host>
  4. Mit “OK” wird der SRV-Record angelegt.

Die automatische Veröffentlichung durch den KMS-Host kann zudem mit dem Befehl “slmgr.vbs /cdns” deaktiviert werden. Das Script legt folgenden Key in der Registry an:

Key: HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\SL
Entry: DisableDnsPublishing
Type: DWORD Value: 1

Wird der Eintrag von 1 (Disabled) auf 0 (Enabled) gesetzt, ist DNS-Publishing wieder aktiviert. Ob nun der DNS-Record vorhanden ist und entsprechend funktioniert, kann mit nslookup getestet werden: nslookup -type=srv _vlmcs._tcp.intra.server-talk.eu. Als Output sollte etwas in dieser Form geliefert werden

_vlmcs._tcp.intra.server-talk.eu SRV service location:
    priority = 0
    weight = 0
    port = 1688
    svr hostname = DC01.intra.server-talk.eu
DC01.intra.server-talk.eu internet address = 192.168.1.101

KMS-Host

Nachdem die Vorbereitung auf dem DNS-Server abgeschlossen sind, kann die “Installation” des KMS-Host vorgenommen werden:

  1. Auf dem zukünftigen KMS-Host einen Command Prompt als Administrator ausführen.
  2. Die Installation des KMS-Key erfolgt mit dem Befehl “cscript C:\windows\system32\slmgr.vbs /ipk 12345-12345-12345-12345-12345
  3. Die Aktivierung des KMS-Key bei Microsoft stehen folgende Methoden zur Verfügung:
    • Internet: “cscript C:\windows\system32\slmgr.vbs /ato
    • Phone: “slui.exe 4
  4. Nach erfolgreichem Abschlus der Aktivierung muss der “Software Licensing” Service neu gestartet werden “net stop slsvc && net start slsvc

Mit slmgr stehen noch viele weitere Möglichkeiten zur Verfügung, wie nachfolgende Tabelle zeigt:

Ist es geplant den KMS Host auf Windows Server 2003 zu betreiben, so muss das Update 948003 installiert werden. Damit wird die Funktionalität des Key Management Service 1.1 hinzugefügt.

Firewall

Per Default verbinden die Clients mittels “Remote Procedure Calls over TCP”. Die Verbindung über TCP-Port 1688 muss bei der Firewall entsprechend zugelassen werden. Bei Bedarf kann diese Port Nummer auch angepasst werden. Bei einem Windows Server 2008 muss in der “Windows Firewall” der Zugriff auf ”Windows-Verwaltungsinstrumentation (WMI)” und den “Key Management Service” aktiviert werden. Dies kann sehr einfach mit dem Befehl “netsh advfirewall firewall set rule group="Windows Management Instrumentation (WMI)" new enable=yes” und netsh advfirewall firewall set rule group="Key Management Service" new enable=yes” konfiguriert werden.

VAMT

Für die Verwaltung der Lizenzen stellt Microsoft das Tool “Volume Activation Management Tool” (VAMT) zum Download bereit. Mit dem Tool lassen sich die Computer Accounts zum Beispiel aus dem Active Directory auslesen und den Lizenzierungs-Stand anzeigen und bei Bedarf notwendige Schritte einleiten. Da die Informationen nicht in einer Database gespeichert werden, ist es zu empfehlen am Ende die aktuellen Daten mit “File ⇒ Save As…” in ein CIL-File zu exportieren. Zu einem späteren Zeitpunkt lässt sich dieses über “File ⇒ Open” wieder einlesen.


Weitere Informationen

Informationen zu Windows Volume Activation 2.0

Mit Windows Vista hat Microsoft eine neue Art der Aktivierung und Verwaltung der Lizenzen im Unternehmen, namentlich “Volume License Key” (VLK) 2.0, eingeführt. Volume Activation ist eine flexible Lösung, mit welcher Computer einfach und sicher aktiviert werden können. Es können zwei Typen von “Volume License Keys” (VLKs) eingesetzt werden: “Multiple Activation Keys” (MAK) und “Key Management Service” (KMS).

  • Multiple Activation Keys (MAK) ähnelt dem bei älteren Windows Versionen eingesetzten Verfahren. Ein einziger MAK Key aktiviert entweder einzelne Computer oder eine Gruppe von Computern, indem sie über das Internet oder per Telefon direkt mit Microsoft Servern verbunden werden. Die Verifizierung der Gültigkeit der Keys erfolgt somit nicht mehr offline auf der Maschine. Die Keys können daher auch nicht mehr unbegrenzt oft verwendet werden. Damit nicht jeder Computer selbst eine Verbindung zu den Microsoft Servern herstellt (Independent Activation), kann ein Proxy eingesetzt werden (Proxy Activation).
  • Ein Unternehmen kann ein Key Management Service (KMS) intern einsetzen und Computer unter Windows Vista und Windows Server 2008 automatisch aktivieren. Um KMS verwenden zu können, benötigt ein Unternehmen mindestens 25 miteinander verbundene Computer, die unter Windows Vista ausgeführt werden. Windows Server Computer, die über KMS aktiviert wurden, müssen mindestens alle sechs Monate über eine Verbindung zu Ihrem Unternehmensnetzwerk reaktiviert werden. Der maximale “offline”-Betrieb ohne Verbindung zu einem KMS beträgt 180 Tage, danach steht eine “Grace-Period” von 30 Tagen zur Verfügung, bevor eine (Re-) Aktivierung verlangt wird.

Die nachfolgende Grafik liefert einen Überblick über die Möglichkeiten von Volume Activation 2.0, auch im Vergleich zur bisher eingesetzten Version 1.0:

Firmen, die sich für eine KMS-Lösung entscheiden, müssen die Computer Systeme innerhalb der vorgegebenen Frist aktivieren:

Die mit Windows Vista erstmals eingeführte Volume Activation Technology soll zukünftig auch für weitere Microsoft Produkte eingesetzt werden. Für die Verwaltung der Volume Keys bietet Microsoft verschiedene Tools an:

Was passiert eigentlich, wenn keine gültige Lizenz installiert wurde? Nun ja, der Einsatz von nicht lizensierter Software ist “Software Piraterie” und ist illegal. Technisch gesehen gibt es seit Windows Vista Service Pack 1 den “Reduced Functionality Modus” (RFM) nicht mehr. Bei einem nicht aktivierten Windows Vista oder Server 2008 ändert dennoch in einem solchen Fall den Desktop Background auf “schwarz” und melden im System Tray, dass das System nicht “genuine” ist. Letzteres wird inzwischen bei vielen Microsoft Downloads geprüft. Ohne erfolgreiche Validierung kann der Download nicht fortgesetzt werden:

Validation Incomplete
The validation service is unable to determine whether this copy of Windows Vista is genuine.

Weitere Informationen

Error “The Citrix Licensing WMI service failed to start”

Logo CitrixWenn sich nach der Installation des Citrix Licensing Servers der “Citrix Licensing WMI” Service nicht starten lässt, wird nachfolgender Eintrag im Event Log erstellt:

Event Type: Error
Event Source: Service Control Manager
Event ID: 7000
Description: The Citrix Licensing WMI  service failed to start due to the following error:
The service did not respond to the start or control request in a timely fashion.

Die Ursache des Fehler kann einfach gefunden werden, indem die Applikation manuell ausgeführt wird: “C:\Program Files\Citrix\Licensing\LicWMI\Citrix_GTLicensingProv.exe”. Im Event-Log wird darauf folgender Eintrag erstellt:

Event Type: Information
Event Source: Application Popup
Event ID: 26
Description: Application popup: Citrix_GTLicensingProv.exe – Unable To Locate Component : This application has failed to start because MSVCP71.dll was not found. Re-installing the application may fix this problem.

In diesem Fall muss C++ Runtime nachinstalliert werden. Diese kann bei Microsoft kostenlos heruntergeladen werden. 

Source

Die Source für Microsoft Visual C++ 2005 kann direkt bei Microsoft heruntergeladen werden, zum Download… Wichtig! Natürlich gibt es andere Lokationen welche weitere Downloads anbieten, es sollte allerdings nur offizielle Builds und Download Centers aufgesucht werden. Zitat Forrest Gump: “Man weiss nie, was man kriegt.”

  • Version: 2005
  • Date Published: 2006-10-04
  • Language: Chinese, English, French, German, Italian, Japanese, Korean, Spanish
  • Format: *.exe
  • Publisher: Microsoft
  • License: Freeware

Die fehlende DLL kann auch von einer “untrusted” Source heruntergeladen und in das Application-Directory kopiert werden. Bei beiden Varianten ist ein Neustart des Servers notwendig. Danach lässt sich der Service automatisch starten.

Windows Product Key herausfinden

Logo Microsoft WindowsMan kennt das Problem, bei der Neuinstallation von Windows muss der Produkt-Key eingegeben werden. Da heisst es die Taschenlampe herauskramen, mit Zettel und Stift bewaffnet unter den Schreibtisch kriechen und die Nummer vom Rechner abschreiben. Mit etwas Glück sind hinterher sogar alle Zeichen richtig abgeschrieben und lesbar. Abhilfe schaffen Open Source Tools wie der Magical Jelly Bean Keyfinder oder NirSoft ProduKey.

ProduKey kann (im Gegensatz zu dem im anderen Artikel geposteten Programm) auch die Keys von neueren Programmen (Office 2010) richtig auslesen. Die Bedienung des Programms ist einfach, starten und die Nummer ablesen:

Allerdings versagen beide Tools bei der 64-Bit Version von Windows. Wichtig, solche Tools werden durch einige Anti-Viren Scanner als Schadsoftware identifiziert und blockiert.

Windows Product Key Update Tool

Logo Microsoft WindowsMit dem Windows Product Key Update Tool kann auf einfach Art und Weise der Activation Code geändert werden.

About Windows Product Key Update Tool

The Windows Product Key Update Tool will make changes to your Windows installation to update your product key. In addition, the product key update tool will scan a number of key Windows files to determine if they have been tampered with. If tampered files are discovered the product key update tool will alert you before continuing.

Source

Die Source für das Windows Product Key Update Tool kann direkt bei Microsoft heruntergeladen werden, zum Download… Wichtig! Natürlich gibt es andere Lokationen welche weitere Downloads anbieten, es sollte allerdings nur offizielle Builds und Download Centers aufgesucht werden. Zitat Forrest Gump: “Man weiss nie, was man kriegt.”

  • Version: 1.7.0108.0
  • Date Published: 2008-04-28
  • Language: English
  • Format: *.exe
  • Publisher: Microsoft
  • License: Freeware