Storage ist eines der wichtigsten Erfolgsfaktoren Virtualisierungs-Projekte. Ein sehr beliebtes Storage System kommt aus dem Hause HP und trägt den Namen p4000, früher auch bekannt unter dem Namen HP LeftHand p4000. Wie bereits andere Storage Lösungen folgt das p4000 auch dem GRID-Ansatz. Das Storage System besteht aus mehreren Storage Nodes welche in einem Cluster zusammengefasst werden. Jeder einzelne Node bietet als abgeschlossene Einheit die Kombination aus Speicherkapazität (SATA oder SAS), eigener Rechenleistung und Netzwerkbandbreite an.
Damit ein Host, wie zum Beispiel Hyper-V, eine fehlertolerante Verbindung mit mehreren iSCSI HBAs / NICs aufbauen kann, wird Multipath I/O (MPIO) mit zusätzlichem “Device Specific Module” (DSM) vom Storage Hersteller erweitert. Dieses Modul wird von HP als SAN/iQ bezeichnet.
Nebst MPIO installiert SAN/iQ auch den Hardware VSS Provider welcher für das Storage integrierte Backup verwendet werden kann. Diese erlauben es, Backups von Virtual Machines schnell und parallel durchzuführen indem die Hardware VSS Provider des Storage System angesprochen und Snapshots erstellt werden. Doch die Problematik liegt wiedermal im Detail…
SAN/iQ 8.5 wird zwar für Windows Server 2008 R2 und auch Hyper-V supported, doch wird Cluster Shared Volume (CSV) nicht speziell erwähnt. Dies kann zu grossen Problemen führen! Sobald ein Backup Job startet und das DSM anspricht, kann es zu Disk Deadlocks und schlussendlich zum Blue Screen “STOP: 0x0000009E” auf den Hyper-V Hosts kommen.
HP hat reagiert und im November 2010 ist die neueste SAN/iQ in der Version 9.0 erschienen. Dies sollte die Probleme adressieren und nun auch offiziell die Hardware VSS Provider für CSV Backups unterstützen. SAN/iQ 9.0 ist für die HP LeftHand p4000 G1 und G2 Modelle einsetzbar. Gemäss HP ist ein direktes Update von den Versionen 8.0, 8.1 und 8.5 möglich. Die Software kann kostenlos bei HP bezogen werden.


Gemäss Handbuch wird ein Server nach der Installation und Konfiguration einem “Hardening” Prozess unterzogen. Somit werden alle nicht benötigten Dienste und Prozesse deaktiviert um die Angriffsfläche zu verkleinern. In diesem Zusammenhang wird in den meisten Fällen auch die Authentifizierung angepasst. Ein Active Directory kann NTLM, NTLMv2 sowie Kerberos zur Authentifizierung verwenden. Als eine Best Practice wird in diesem Zusammenhang empfohlen, dass ältere Protokoll NTLM im ganzen Netzwerk zu deaktivieren. Dazu kann zum Beispiel sehr einfach mittels einer Group Policy Object (GPO) umgesetzt werden: Computer Configuration ⇒ Policies ⇒ Windows Settings ⇒ Security Settings ⇒ Local Policies ⇒ Security Options ⇒ Network security: Restrict NTLM: …

