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Windows Failover Cluster Validate Error “Found duplicate IP address”

FAILOVER CLUSTER

Logo Microsoft Windows Server 2008Seit Windows Server 2008 wird bei der Installation des Failover Cluster die Hardware und Operating System Konfiguration mit dem “Cluster Validator” auf die Kompatibilität geprüft. Diese Validierung muss erfolgreich durchlaufen, damit die Konfiguration funktioniert und durch Microsoft unterstützt wird:

For the Windows Server 2008 Failover Clustering solution to be considered an officially supported solution by Microsoft Customer Support Services (CSS), the solution must meet the following criteria:

  • All hardware and software components must meet the qualifications to receive a “Certified for Windows Server 2008” logo.
  • The fully configured solution must pass the Validate test in the Failover Clusters Management snap-in.

Weitere Informationen dazu erhält man auch im Microsoft KB 943984. Nun kann es aber vorkommen, dass im Cluster Validation Report folgende Fehlermeldung angezeigt wird:

Found duplicate IP address fe80::100:7f:fffe%12 on node ClusterNode1.company.com adapter Local Area Connection* 9 and node ClusterNode2.company.com adapter Local Area Connection

Diese Meldung bezieht sich auf das Teredo Network Interface, in diesem Beispiel „Local Area Connection 9“, wo ein Konflikt mit einer doppelten IP-Adresse besteht. Das Teredo Tunneling Protocol ist eine Methode für den Zugriff auf ein IPv6 Netzwerk, welches sich hinter einem NAT-Device befindet. Mit Teredo werden IPv6-Pakete mit UDP über IPv4 gekapselt werden. Diese Technologie wurde mit Windows Server 2008 / Windows Vista eingeführt…

Nun aber wieder zurück zum Windows Failover Cluster. Ein Problem mit doppelter IP Adresse kann entstehen, wenn die Server von gleichen Images installiert und automatisch der Cluster NetFT Adapter mit derselben MAC Adresse erstellt wurde. Im Validator Report wird dies als Fehler hervorgehoben, da ein Failover Cluster  immer eindeutige IP-Adressen erfordert. Damit die Validation erfolgreich abgeschlossen werden kann, gibt es zwei Möglichkeiten. Zunächst sollte das Feature Failover Cluster entfernt und wieder neu installiert werden. Bringt dies keine Abhilfe besteht die Möglichkeiten den Teredo Adapter zu deaktivieren.

Methode 1) Re-Install Failover Cluster

Wie Roles und Features im Server Manager installiert werden können, sollte soweit jedem klar sein. Ein unter Umständen schnellerer Weg ist über die Command Prompt und ServerManagerCMD. Damit lässt sich ebenfalls der Failover Cluster entfernen und neu installieren:

  • Uninstall: ServerManagerCmd -remove Failover-Clustering
  • Install: ServerManagerCmd -install Failover-Clustering

Wichtig, Sysprep ist nicht supported, wenn das Failover Cluster Feature bereits installiert wurde. In einem solchen Fall hat der Virtuelle Cluster Adapter (NetFT) bei sämtlichen Nodes die gleiche MAC Adresse. Die NetFT Konfiguration wird bei der Installation des Failover Cluster Feature aufgrund der MAC einer der physikalischen NICs erstellt.

Methode 2) Disable Feature via Command line

Zunächst mit “Run as Administrator” (Windows UAC) einen “Command Prompt” öffnen. Mit den einzelnen Befehlen “netsh interface teredo set state disabled” kann das Teredo Interface deaktiviert werden. Dies sieht dann wie folgt aus:

C:\Windows\System32\ netsh
netsh> interface
netsh interface> teredo
netsh interface teredo> set state disabled
Ok.

Methode 3) Disable Feature via Registry

Mit “Run as Administrator” einen Registry Editor öffnen. Dies kann auch durch einen bereits als Administrator geöffneten Command Prompt und “regedit” gemacht werden.

Key: HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Tcpip6\Parameters
Entry: DisabledComponents
Type: DWORD
Value: 8 (Hexadecimal)

Nach einem Neustart des Servers ist Teredo nicht mehr aktiv.

Methode 4) Disable Device im Device Manager

Wurde das Feature deaktiviert und die Validation schlägt noch immer fehl, kann das Interface auch noch im Device Manager deaktiviert werden. Dazu muss der Device Manager (Server Manager | Diagnostics | Device Manager) geöffnet werden. Mittels “View | Show hidden devices” wird das “Teredo Tunneling Pseudo-Interface” bei den Network Adapters angezeigt. Dieses Interface kann nun deaktiviert werden. Allerdings, deaktiviert diese Vorgehensweise nicht die dazugehörige Logik und kann daher zu einem späteren Zeitpunkt zu Problemen führen. Die Variante mittels Command Line oder Registry sollte daher zuvor ausgeführt werden.

Methode 5) Disable IPv6

Last but not least eine weitere Lösung… Da das Problem den Ursprung bei IPv6 hat, kann IPv6 mittels Registry Key auch komplett sauber deaktiviert werden.

Key: HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Tcpip6\Parameters
Entry: DisabledComponents
Type: DWORD
Value: 0xffffffff (Hexadecimal) / 4294967295 (Decimal)

Diese Einstellung deaktiviert sämtliche IPv6 Komponenten, ausgenommen das “IPv6 Loopback Interface”. Im HOST File sollte die Zeile “::1 localhost” ausgeklammert, oder entfernt werden. Optional kann nun auch noch das “Internet Protocol Version 6 (TCP/IPv6)” in den Connection Properties des Network and Sharing Center abgewählt werden.

Allerdings ist dies kein von Microsoft empfohlener Weg. IPv6 sollte nur im “Notfall” deaktiviert werden. Bei sämtlichen Anpassung kann / muss “Validate a Configuration” nach einem Server Reboot erneut ausgeführt werden. Der Fehler “Found duplicate IP address” sollte nun allerdings nicht mehr auftreten und der Failover Cluster kann installiert werden. 

Weitere Informationen

Disclaimer

Bevor die Registry bearbeitet wird, sollte ein Backup erstellt und vergewissert werden, dass bei einem Problem ein Restore der Registry durchgeführt werden kann. Die unkorrekte Verwendung eines Registry-Editor kann schwerwiegende Probleme verursachen, die eine Neuinstallation des  Operating Systems erforderlich macht. Die Anpassung erfolgt auf eigene Verantwortung.

  • Microsoft KB 141377: Differences between Regedit.exe and Regedt32.exe
  • Microsoft KB 322756: How to back up and restore the registry in Windows

Failover Cluster , Troubleshooting , Windows Server 2008

About the Author

Michel Luescher is a solution architect in the worldwide Datacenter & Cloud Infrastructure Center of Excellence (CoE) at Microsoft Corporation based out of Zurich, Switzerland. Primarily, Michel is focused on hybrid cloud solutions (Hyper-V, System Center and Microsoft Azure). In addition Michel is speaker, blogger and author of several books.

Comments (1)

  • Sesso says:

    Great site.

     

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