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How-To: MAPILab POP3 Connector mit Exchange Server 2007

EXCHANGE SERVER

Welcher Exchange Server Administratoren kennt das Problem mit dem Maildownload von POP3 / IMAP4 Servern und deren Weiterleitung an die Endnutzer nicht. Exchange Server selbst, ausgenommen Small Business Edition, unterstützt diese Funktion nicht. “Braucht man auch nicht…” könnte man meinen. Denn als Grundlage für den Betrieb eines Messaging System ist eine fixe IP-Adresse, worüber der Empfang und Versand des Mailverkehrs abgewickelt wird. Doch was, wenn dies nicht der Fall sein sollte? Es kann auch durchaus vorkommen, dass auch bei grösseren Exchangen Installationen zusätzlich Mails von externen Postfächern abgeholt werden müssen. Aus diesen Gründen wurde durch MAPILab der POP3 Connector entwickelt. Die Software holt nach einem Zeitplan Mails von den externen POP3 / IMAP4 Servern ab und verteilt diese an die definierten Empfänger im internen Microsoft Exchange Server 2007.

Installation

Den MAPILab POP3 Connector (MPC) gibt es als 64-Bit und 32-Bit Version und kann ab Windows Server 2003 ausgeführt werden. Wichtig, die Software ist nur mit Microsoft Exchange Server 2007 kompatibel, welcher gemäss Microsoft nur in der 64-Bit Version produktiv supportet ist. Für die Arbeit mit Exchange Server 2000 / 2003 muss die ältere Version MAPILab Native POP3 Connector eingesetzt werden. Folgende Vorbereitungen sind für die Installation erforderlich:

  1. MAPILab POP3 Connector Prerequisites
  2. MAPILab POP3 Connector Installation
    • Der POP3 Connector muss auf dem Exchange Server mit der Hub Transport Role installiert werden, damit der entsprechende Receive Connector ausgewählt werden kann.
    • Vor der Installation werden die Prerequisites geprüft und die der mit Sicherheit fehlende “Microsoft SQL Server Compact 3.5 SP1” installiert.
    • Wenn alle benötigten Komponenten, .NET Framework 2.0 / MMC 3.0 / SQL Server Compact 3.5 SP1, gefunden wurden kann die Software installiert werden. Während des Setup sind keine weiteren Angaben erforderlich.
  3. MAPILab POP3 Connector First Step
    • Wird MPC gestartet (MAPILab | MAPILab POP3 Connector | MAPILab POP3 Connector) werden zunächst Angaben benötigt
      • General-Tab: Im ersten Tab müssen Informationen zu Postmaster, SMTP Receive Connector und Pfadangaben für die Queue- und Logs-Folder eingetragen werden.
      • Advanced-Tab: Im Textfeld müssen die bei Exchange als Acceped Domains eingetragenen Domains nochmals angegeben werden. Darüber sucht MPC dann die Empfänger. Weiter kann die Art und Menge des Logging definiert werden. Es empfiehlt sich hier ev. pro Tag oder mindestens pro Woche in neues File anzulegen.
      • Details-Tab: Last but not least ist ein Product-Key für den Betrieb erforderlich. MPC kann 20 Tage uneingeschränkt getestet werden
    • Ist der POP3 Connector – der Server – konfiguriert können Mailboxen für den Download konfiguriert werden. Mit “New Mailbox…” wird der Wizard gestartet. In den darauf folgenden Screens werden die üblichen Informationen wie E-Mail Adresse, Username und Passwort abgefragt. Wichtig, die Mailbox sollte hier noch nicht “enabled” werden.
    • Bevor nun die POP3 / IMAP4 Mailbox verarbeitet wird, sollte die Detail-Konfiguration vorgenommen werden. Dazu müssen die “Properties” geöffnet werden. Hauptsächlich die Tabs “Advanced” und “Schedule” verdienen dabei besonders Beachtung. Darüber wird definiert wie oft die Mailbox kontaktiert wird und was mit den Items auf dem Server passiert.
    • Wurde die Konfiguration geprüft, kann mit “Enable this mailbox for processing” die Mailbox enabled werden und gemäss Scheduler wird der Auftrag verarbeitet.

Berechtigung

Für die Installation und Konfiguration sind Zugriffsrechte eines Domain Administrators erforderlich.

Weitere Anpassungen

  • Sprache
    Der POP3 Connector kann in Englisch oder Russisch installiert werden. Die Sprache kann auch im späteren Betrieb mit “MAPILab | MAPILab POP3 Connector | Tools | Switch Language” gewechselt werden.
  • Migration
    Wenn bereits der “Native POP3 Connector” (NPC 2003) eingesetzt wurde, kann diese Konfiguration mit “MAPILab | MAPILab POP3 Connector | Tools | Import NPC 2003 Configuration” importiert werden.
  • Backup
    Sämtliche Information über Connectors und Mailboxen werden in XML-Dateien gespeichert. Diese werden im Pfad “%ProgramFiles%\MAPILab Ltd\MAPILab POP3 Connector\config\” gespeichert und bleiben auch nach einem Uninstall bestehen.
  • Connector Konfiguration: connector.xml
  • Mailbox Konfiguration: <GUID>.xml
  • Anti-Spam
    Wichtig, wenn ein Spam-Filter auf dem Exchange Server den Empfang von Spam-Mails blockt, landen diese im MAPILab “Queue\BadMail” Folder. Ein POP3 Connector kann diese Blockfunktion nicht handhaben…

Viele Informationen kann der MAPILab POP3 Connector Help entnommen werden.

Weitere Informationen

Exchange Server , Tools


About the Author

Michel Luescher is a solution architect in the worldwide Datacenter & Cloud Infrastructure Center of Excellence (CoE) at Microsoft Corporation based out of Zurich, Switzerland. Primarily, Michel is focused on hybrid cloud solutions (Hyper-V, System Center and Microsoft Azure). In addition Michel is speaker, blogger and author of several books.

Comments (2)

  • Haas Marco says:

    Sehr geehrter Damen und Herren

    Ich habe einen Exchange 2007 installiert und möchte nun wie beim SBS 2008 auch den POPConnector nutzen, gibt es da wirklich nicht auf Seiten Mircosoft, dass auch auf einem W2K8 Server 64Bit zu installieren ist?

    Herzlichen Danke und Gruss aus der Schweiz

    Marco Haas

     
  • Michel says:

    Hallo Marco

    Microsoft hat nur bei der “Small Business Server” Edition einen POP3 Connector integriert. Genau für diesen Zweck gibt es den MAPILab POP3 Connector. Funktioniert einwandfrei mit WS2008 und EXC 2007, kann dir das Tool nur empfehlen.

    Gruss
    Michel

     

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