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Hyper-V und Diskeeper V-locity, eine optimale Ergänzung

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Die Fragmentierung der Festplattendateien ist vor allem bei I/O-intensiven Anwendungen, wo auch Microsofts Hyper-V dazuzählt, ein Problem. Wie im letzten Artikel “How-To: Verwaltung eines Cluster Shared Volume (CSV)” beschrieben kann mit durchaus mit Boardmittel eine Defragmentierung der Cluster Shared Volumes durchgeführt werden – Der in Windows integrierte Disk Defragmenter ist die erste Anlaufstelle, aber bietet nur einen limitierten Funktionsumfang. Weiter verfügen weder Host und Guests über die Information ob ein System virtualisiert ist (Virtualization Awareness) und können somit den Defragmentierungsvorgang nicht entsprechend abstimmen.

Abhilfe schafft hier V-locity von Diskeeper welche speziell für Hyper-V ausgelegt wurde. Mit der auf virtuelle Plattformen ausgelegten Lösung wird nicht einfach nur eine Defragmentierung ausgelöst – sondern die komplexen Aktivitäten zwischen Host und Guest werden laufend synchronisiert. Eine vollständige Liste der Funktionen von Diskeeper und den Limitationen von Windows Disk Defragmenter gibt es auf der Webseite von Diskeeper.

About Diskeeper V-locity

V-locity überwindet die Barrieren zur vollständigen Effizienz virtueller Systeme, mit einer neuen Technologie, die unsichtbar operiert und keinerlei Konflikte der Systemressourcen verursacht. Auf Windows Plattformen optimiert jede V-locity Komponente das jeweilige  Operating System (OS), indem sie Dateien defragmentiert und freien Speicherplatz zusammenlegt. Dies minimiert unnötige I/Os, die vom OS zum Untersystem des Laufwerks gesendet werden und ordnet Daten auf den Laufwerken so an, dass bisher unerreichte Geschwindigkeiten und Ausfallsicherheit erzielt werden.

Das neue Tool bietet diverse Vorzüge welche das Leben eines Server Administrator erleichtern können, denn seit Diskeeper 2010 / V-locity 2 werden die aufkommenden Fragmente bereits schon bei der Entstehung reduziert und bewirkt so eine höheren I/O Durchsatz (In. Die neuen Funktionen welche Diskeeper V-locity so speziell machen:

  • IntelliWrite verhindert bis zu 85 % der Fragmentierung. Speziell bei “copy-on-write” Aktionen (z.B. Snapshots) wird durch den “Fragment-Free” Schreibvorgang die Notwendigkeit der Defragmentierung stark reduziert.
  • InvisiTasking koordiniert und synchronisiert die Nutzung der Ressourcen im Hintergrund. Dadurch wird das Defragmentieren der Systeme auch während hohen Auslastungszeiten ermöglicht, ohne andere Virtual Machines zu beeinträchtigen.
  • Virtual Disk Intelligence erkennt und konfiguriert automatisch dynamische Virtual Hard Disks Typen (Differencing Disks / Linked Clones) welche gerne bei VDI Szenarien eingesetzt werden. Um ungewünschte Effekte zu verhindern wird die Defragmentierungs-Funktion deaktiviert und mit IntelliWrite zukünftige Fragmentierung verhindert.
  • Virtual Hard Disk Compaction verkleinert Virtual Hard Disks (*.vhd / *.vmdk) die freien Platz vergeuden würden.

Das V-locity Virtual Disk Compaction ist zudem das erste Tool, bei dem ein Dialogfenster anzeigt, wie stark eine dynamische virtuelle Festplatte verkleinert werden kann. Es ermöglicht somit eine, Administrator darüber hinaus, mit nur einem Klick, jede ausgewählte Festplatte zu komprimieren. Detaillierte Informationen gibt es auch im Spec-Sheet von Diskeeper. Die Konsole für V-locity wurde zudem analog der Diskeeper Management Konsolen gehalten:

Der Disk Optimizer für die Virtuelle Welt besteht aus zwei Komponenten:

  • V-locity Host wird auf Windows Server 2008 / 2008 R2 mit Hyper-V installiert. Seit Version 2 wird auch VMware ESX 3.5 und neuer als Host unterstützt. Für VMware ESX Plattformen muss eine zusätzliche Kleinanwendung für die Remote-Connection zum V-locity Host eingesetzt werden.
  • V-locity Guest wird auf sämtlichen Windows (XP (SP2), Vista, Server 2003 (SP2), Server 2008, 2008 R2) Virtual Machines installiert.

Das beste Ergebnis erhält man, wenn sämtlich Hosts und Guests mit der V-locity Software bestückt werden. Gemäss Diskeeper werden somit Engpässe verringert und effizienter ausgelastet. In der Theorie lässt sich somit die Konsolidierung weiter vorantreiben, ohne dass weitere Hardware angeschafft werden muss. Werden weitere Best Practices befolgt, so lässt sich die Theorie auch in die Praxis umsetzen. Das wären zum Beispiel:

  1. Vor der Inbetriebnahme die Cluster Shared Volumes (CSV) defragmentieren.
  2. Virtual Machines mit fixed sized Virtual Hard Disks (VHD) ausstatten um Leistungseinbussen und Fragmentierung zu verhindern.
  3. Den Virtual Machines genügend Memory zuweisen um Zugriff auf das Virtual Memory (Pagefile) zu verhindern.
  4. Den Einsatz von Virtual Machine Snapshots soweit als möglich vermeiden.

Diskeeper ist im Übrigen kein “Neuling” im Geschäft der Disk Optimierung für Windows. Denn bereits schon in Windows 2000, XP und auch Windows Server 2003 war eine abgespeckte Version von Diskeeper enthalten:

Weitere Informationen

Hyper-V , Tools , VMware

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About the Author

Michel Luescher is a solution architect in the worldwide Datacenter & Cloud Infrastructure Center of Excellence (CoE) at Microsoft Corporation based out of Zurich, Switzerland. Primarily, Michel is focused on hybrid cloud solutions (Hyper-V, System Center and Microsoft Azure). In addition Michel is speaker, blogger and author of several books.

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