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Patchen von Virtual Machines mit Virtual Machine Servicing Tool (VMST)

VIRTUAL MACHINE MANAGER

Eine Landschaft mit zahlreichen Virtual Machines bietet viele Vorteile – doch auch einige neue Herausforderung mit sich. Eine davon ist der Patch-Tuesday von Microsoft. Wie hält man sämtliche Virtual Machines, Templates und Virtual Machines welche oftmals offline sind auf einem aktuellen Stand?

Die Antwort lautetet: Mit dem Virtual Machine Servicing Tool (VMST). Kürzlich hat Microsoft die Version 3.0 des Solution Accelerator Tools veröffentlich. Nachdem die vorgängigen Versionen nur für offline Virtual Machines, respektive nur um Virtual Machines in der VMM Library, eingesetzt werden konnten, lassen sich nun doch einige interessante Szenarien abbilden:

  • Aktualisieren von gestoppten Virtual Machines (Host)
  • Aktualisieren von exportieren Virtual Machines (VMM Library)
  • Aktualisieren von VHD Images (VMM Library)
  • Aktualisieren von Virtual Machine Templates (VMM Library)

War da nicht noch etwas? Genau, das Aktualisieren von Hyper-V Hosts. Leider musste dieses Feature im Beta Refresh entfernt werden. Eine Alternative vom Microsoft Solution Accelerator Team ist nicht bekannt.

Die Interessanteste Funktion ist sicherlich das Aktualisieren von VHD Images. Bei diesem Vorgang wird ein Update mithilfe des Tool Deplyoment Image Servicing and Management (DISM) installiert, oder eher gesagt injiziert. Ein VHD Image wird gemountet und das Update wird direkt in das VHD integriert, ohne dass die Virtual Machine gestartet werden musste. Dies ist eine neue Funktion von Windows 7 und Server 2008 R2 welche nun auch im Patch-Prozess angewendet werden kann. Allerdings steht das Patchen von VHD Images nur für diese beiden  Operating Systems zur Verfügung. Die Funktionsweise wird hier nochmals bildlich dargestellt:

Anforderungen

Die Version 3.0 arbeitet wie bereits der Vorgänger mit System Center Virtual Machine Manager, System Center Configuration Manager und Windows Server Update zusammen. Zurzeit werden folgende Versionen unterstützt:

  • VMST Infrastruktur
    • Windows Server 2008 SP2 / 2008 R2
    • System Center Virtual Machine Manager 2008 / 2008 R2
    • Windows Server Update Services (WSUS) 3.0 SP1 / SP2
    • System Center Configuration Manager (SCCM) 2007 SP1 / SP2 / R2 (Optional)
    • Sysinternals PsExec utilities
  • VMST Client
    • Windows Server 2003 SP2
    • Windows Server 2008 SP2
    • Windows Server 2008 R2 (ohne SP1)
    • Windows XP SP2 / SP3
    • Windows Vista SP1 / SP2
    • Windows 7 (ohne SP1)

Die Installation

Nach dem Download und Entpacken des ZIP Archivs sind folgende Dateien vorhanden:

  • VMServicing_x64.msi / VMServicing_x86.msi – Setup Dateien für das Tool, als 64-Bit und 32-Bit Version.
  • VirtualMachineServicingToolGettingStartedGuide.docx – Informationen wie das Tool arbeitet, Beschreiung der Anforderungen, Installation und Konfiguration von VMST.
  • Virtual_Machine_Servicing_Tool_3.0_Release_Notes.rtf – Informationen zum aktuellen Release und Beschreibungen zu bekannten Issues von VMST.

Das VMST selbst ist rasch eingerichtet, es wird dazu auch im ZIP ein Quick-Start Guide angeboten:

  1. Check Pre-Requisites – .NET Framework 3.0 und Windows PowerShell 1.0 /2.0 (Execution Policy: RemoteSigned), sowie die VMM Admin Console müssen installiert sein. VMST benötigt zudem PsExec im VMST Program Verzeichnis.
  2. Install the tool in your environment – Nach der Installation wird beim ersten Ausführen von VMST ein Configuration Wizard gestartet. Damit lässt sich einfach die Verbindung zum VMM Server und für die Updates zu WSUS, oder SCCM herstellen.
  3. Configrue virtual machine groups – VMST nutzt für die Aktualisierung von Virtual Machines, Templates, oder VHD Images sogenannte “Groups”. Damit lassen sich die Obejekte anhand ihres Typs oder zum Beispiel auch aufgrund der Klassifizierung verbinden. Diese werden einmalig konfiguriert und werden anschliessend im Servicing Job weiter verwendet.
  4. Create and schedule servicing jobs – Der angesprochene Servicing Job führt sämtliche Aktionen durch, welche für die Aktualisierung der Virtual Machine, oder des VHD Image erforderlich ist. Dieser Job wird jeweils durch den Windows Task Scheduler initialisiert.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Schritten können auch in der Virtual Machine Servicing Tool Hilfe entnommen werden. Wurde VMST einmal Konfiguriert und in Betrieb genommen, stellt es eine erhebliche Entlastung für den System Administrator dar, der sich nicht mehr darum kümmern muss, auch seine offline Virtual Machines oder Templates auf aktuellem Stand zu halten!

Die Zukunft

Teile des Virtual Machine Servicing Tool werden in die zukünftige Version des Virtual Machine Managers (VMM vNext) integriert. Bereits erstellte Virtual Machines Images können auf ihre “Compliance” geprüft und direkt aktualisiert werden. Virtual Machines (Services) welche bereits erstellt wurden, lassen sich danach ebenfalls ganz einfach aktualisieren. Ermöglicht wird dies durch eine Kombination von OS und Server App-V. Dabei wird das darunterliegende  Operating System von der Applikation getrennt. Bei einspielen eines Update kann somit sehr einfach nur das VHD Image ausgetauscht werden.

Übrigens, einen 10 Minütigen Einblick in VMM vNext gibt es in der MMS Keynote von Bob Muglia, ab Minute 55.

Download

Das Virtual Machine Servicing Tool kann direkt beim Hersteller heruntergeladen werden.

Weitere Informationen

Hyper-V , Patches , SCVMM

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About the Author

Michel Luescher is a solution architect in the worldwide Datacenter & Cloud Infrastructure Center of Excellence (CoE) at Microsoft Corporation based out of Zurich, Switzerland. Primarily, Michel is focused on hybrid cloud solutions (Hyper-V, System Center and Microsoft Azure). In addition Michel is speaker, blogger and author of several books.

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