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How-To: Virtual Machine Manager Service Pack 1 Upgrade

VIRTUAL MACHINE MANAGER

Etwa 30 Tage nach der Veröffentlichung von Windows Server 2008 R2 Service Pack 1 wird Microsoft auch für den System Center Virtual Machine Manager 2008 R2 das Service Pack 1 veröffentlichen. Wie die neue Version dann implementiert werden kann, zeigt der nachfolgende Artikel auf. Zunächst, es gibt zwei Mögliche Szenarien:

  • Clean Installation von VMM 2008 R2 SP1
  • Upgrade auf VMM 2008 R2 SP1

Für beide Szenarien wird das Full Product Package zur Installation verwendet. In den meisten Fällen möchte man die VMM Konfiguration und die Informationen zu den verwalteten Objekten (Hosts, Virtual Machines, Templates, …) auch in der neuen Version weiterverwenden. Damit ein in-place Upgrade von VMM durchgeführt werden kann, sind verschiedene Schritte, auf unterschiedlichen Systemen erforderlich:

  • VMM Database: SQL Server
  • VMM Server: VMM Server, Administrator Console, Self-Service Portal
  • VMM Library: VMM Agent
  • VM Hosts: VMM Agent

VMM SP1 Source

Bevor mit dem Upgrade begonnen wird sollte sichergestellt werden, dass die richtigen Sourcen heruntergeladen wurden. Wie von der Product Group erläutert, gibt es VMM 2008 R2 SP1 nicht als “upgrade only”, das heisst es muss immer ein vollständiges Medium verwendet werden. Folgende unterschiedliche Editionen gibt es von VMM 2008 R2:

  • Evaluation (eval) Edition welche auf 365 Tage zeitlich begrenzt ist
  • OEM (oem) Edition welche via Dritthersteller bezogen wurde
  • Volume Licensing (retail) Edition welche als Suite bezogen wurde
  • Full Package Product (retail) Edition welche via als Einzelprodukt bezogen wurde
  • Workgroup (workgrp) welche auf 5 VM Hosts limitiert ist

Die Unterscheidung, welche Edition man gerade zur Hand hat sieht man einersteits am Medium oder in den EULA (License Terms) vor dem Setup:

Workgroup EULA beginnen mit:

MICROSOFT SOFTWARE LICENSE TERMS
MICROSOFT SYSTEM CENTER VIRTUAL MACHINE MANAGER 2008 R2 WORKGROUP EDITION

Retail EULA beginnen mit:

MICROSOFT SOFTWARE LICENSE TERMS
MICROSOFT SYSTEM CENTER VIRTUAL MACHINE MANAGER 2008 R2
These license terms are an agreement between Microsoft Corporation (or based on where you live, one of its affiliates) and you. Please read them. They apply to the software named above, which includes the media on which you received it, if any.

OEM EULA beginnen mit:

MICROSOFT SOFTWARE LICENSE TERMS
MICROSOFT SYSTEM CENTER VIRTUAL MACHINE MANAGER 2008 R2
These license terms are an agreement between you and
– the server manufacturer that distributes the software with the server; or
– the software installer that distributes the software with the server.

Die Informationen hilft auch bei der Auswahl der entsprechenden VMM Hotfixes. Im Grunde sind diese 1:1 identisch, einzig die EULA musste für die einzelnen Packete angepasst werden. Daher sind in einem Hotfix immer verschiedene Update für die einzelnen Editionen enthalten. Danke an Kollege Lloyd Giberson von der PG für diese Inputs.

Hinweis: Wurde bereits die Evaluation Version installiert, kann diese nur mit Uninstall (Retain Database) und einem Re-Install mit der richtigen VMM Edition angepasst werden. Allerdings wird auch VMM 2012 in den nächsten 365 Tagen erhältlich sein…

VMM Database

Für ein entsprechendes Failback-Szenario ist ein Backup der VMM 2008 RTM Database erforderlich. Damit wird sichergestellt, dass bei einem Fehlschlagen des Upgrade jederzeit auf die Vorgänger Version zurückgegangen werden kann. Dieser Vorgang ist sehr zu empfehlen!

Wie ein Backup einer SQL Database durchgeführt werden kann, wird im Artikel How-To: Backup und Recovery einer VMM Datenbank beschrieben.

VMM Server Upgrade

Wie bereits erwähnt wird für das Upgrade das VMM 2008 R2 SP1 Full Product Package verwendet. Nachfolgend wird die Vorgehensweise für den VMM Server genauer beschrieben:

  1. Um den Upgrade zu starten muss jeweils “setup.exe” gestartet werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass dieser Vorgang mit administrativen Rechten (Run as Administrator) ausgeführt wird.
  2. Bei der AutoStart Page muss dann die entsprechende Komponente gewählt werden. Das Setup erkennt automatisch eine vorhandene VMM Installation und startet daher den “Upgrade System Center Virtual Machine Manager” Wizard.
  3. Zu Beginn werden sämtliche VMM Komponenten aufgeführt welche auf diesem Server installiert sind. Mit “Upgrade” wird die Aktualisierung auf VMM 2008 R2 gestartet.
    • Bei einem Upgrade können keine Komponenten deinstalliert werden. Sollten zukünftig die Komponenten auf verschiedene Server verteilt werden, müssten diese vor oder nach dem Upgrade manuell deinstalliert werden.
    • Für den Upgrade der SQL Database muss ein Account mit den entsprechenden Berechtigungen angegeben werden, sofern der verwendete Administrator nicht über die notwendigen SQL Berechtigungen verfügt.
  4. Der Upgrade weiterer Server (Administrator Console, Self-Service Portal, …), sowie auch die Operations Manager Integration, muss separat auf jedem System durchgeführt werden.

VMM Agent Update

VM Hosts (Hyper-V, Virtual Server) welche durch VMM verwaltet werden, sowie auch VMM Library Server haben einen VMM Agenten installiert. In manchen Fällen muss dieser ebenfalls aktualisiert werden – ist die Installation bereits mit den letzten VMM Hotfixes vorbereitet und wird dann auf SP1 aktualisiert, ist kein Update der VMM Agents notwendig. Ansonsten wird nach dem ersten Refresh Intervall erkannt, dass der VMM Agent aktualisiert werden muss und ändert deren Status auf “Needs Attention”. Der Upgrade Vorgang kann jeweils direkt aus der Administrator Console initialisiert werden:

Einen gesamt Überblick von sämtlichen Computer kann bei „Administration View ⇒ Managed Computer“ verschafft werden. Sämtliche Computer mit dem Status “Upgrade Available” können auf einmal angewählt und mittels “Update Agent” aus der Action Pane auf den aktuellen Stand gebracht werden. Zu berücksichtigen gilt es:

  • Es können zwar mehrere VMM Agents gleichzeitig aktualisiert werden, es sollten aber nicht mehr als 10 bis 25 Machines gleichzeitig aktualisiert werden.
  • Der VMM Server wird ebenfalls in der Liste “Managed Computers” geführt. Der Local Agent bedarf allerdings keine Aktualisierung da für den Server bereits ein Upgrade auf VMM 2008 R2 SP1 durchgeführt wurde.

Nach dem Update wird beim VMM Agent von 2008 R2 SP1 die Version 2.0.4516.0 (zuvor 2.0.4275.0) angezeigt.

Limitationen

Zuvor durchgeführte Jobs können nach dem Upgrade von VMM nicht mehr Neugestartet werden. Diese werden nur noch in der Job History angezeigt. Aus diesem Grund sollten sämtliche Jobs vor dem Upgrade (erfolgreich) abgeschlossen werden. Virtual Machines mit einem “failed” Status können ebenfalls nach einem Upgrade nicht mehr repariert werden.

Source

Das Service Pack 1 für System Center Virtual Machine Manager 2008 R2 kann direkt im Microsoft Download Center heruntergeladen werden, zum Download… Wichtig! Natürlich gibt es andere Lokationen welche weitere Downloads anbieten, es sollte allerdings nur offizielle Builds und Download Centers aufgesucht werden. Zitat Forrest Gump: “Man weiss nie, was man kriegt.”

  • Version: 2008 R2 Service Pack 1
  • Date Published: 2011-03-24
  • Language: Englisch
  • Format: *.exe
  • Publisher: Microsoft
  • License: Update

Weitere Informationen

Hyper-V , Patches , SCVMM

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About the Author

Michel Luescher is a solution architect in the worldwide Datacenter & Cloud Infrastructure Center of Excellence (CoE) at Microsoft Corporation based out of Zurich, Switzerland. Primarily, Michel is focused on hybrid cloud solutions (Hyper-V, System Center and Microsoft Azure). In addition Michel is speaker, blogger and author of several books.

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