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Hyper-V Unterstützung für RHEL 6.x und CentOS 6.x

LINUX

An der Open Source Convention 2011 in Portland OR wurde die Veröffentlichung der Linux Integration Services 3.1 für Hyper-V bekanntgegeben. Mit diesem Update wird die Liste der unterstützten Linux Distributionen respektive Betriebssystem Versionen für Hyper-V wie folgt erweitert:

  • Red Hat Enterprise Linux 6.0 und 6.1 (x86 & x64)
  • CentOS Linux 6.0 (x86 & x64)

Der Funktionsumfang der Integration Services bleibt in Version 3.1 gleich. Wichtig, für die anderen Linux Distributionen, inklusive Red Hat 5.x, sollten weiterhin die bisherigen Hyper-V Integration Services in der Version 2.1 eingesetzt werden.

Installation der Integration Services

Nachfolgend eine kurze Anleitung wie die Integration Services 3.1 bei Red Hat oder CentOS 6.x installiert werden können:

  1. Das ISO Image (Linux IC v3.0.iso) der VM mounten
  2. Die Installation wird mit folgendem Befehl gestartet: # sudo mount /dev/cdrom /media/
  3. Für 32-Bit Systeme
    • # sudo rpm –ivh /media/x86/kmod-microsoft-hyper-v-rhel6-60.1.i686.rpm
    • # sudo rpm –ivh /media/x86/microsoft-hyper-v-rhel6-60.1.i686.rpm
    • # reboot
  4. Für 64-Bit Systeme
    • # sudo rpm –ivh /media/x86_64/kmod-microsoft-hyper-v-rhel6-60.1.x86_64.rpm
    • # sudo rpm –ivh /media/x86_64/microsoft-hyper-v-rhel6-60.1.x86_64.rpm
    • # reboot
  5. Nachdem die Virtual Machine neugestartet wurde, kann überprüft werden ob die Integration Services erfolgreich geladen wurden: # /sbin/modinfo hv_vmbus
  6. Mit “modinfo” können sämtliche Kernel Modules (hv_vmbus, hv_netvsc, hv_storvsc, hv_blkvsc, and hv_utils) geprüft werden.
  7. That’s it!

Achtung! Wie im Microsoft Support KB 2586286 beschrieben, haben die neue Integration Services 3.1 Probleme mit SCVMM 2008 R2 und können den VMM Service (vmmservice.exe) zum Absturz bringen. Dies kommt daher, da die Kernel Version im KVP Exchange länger ist als erwartet.  Als Workaround, bis dies in einer neuen IS Version gefixt wurde, kann der KVP Daemon im Linux Guest deaktiviert werden: # sudo /sbin/chkconfig --level 35 hv_kvp_daemon off

Best Practices

Linux Guests welche als High Available Virtual Machines (HAVM) konfiguriert werden, sollten mit einer statischen MAC Adresse konfiguriert werden. Da gewisse Linux Versionen Probleme mit der dynamischen Zuweisung einer MAC Adresse haben verhindert dieser Workaround dass der Netzwerk Zugriff nach einem Failover verloren geht.

Bei manchen Versionen der Integration Services kann es zu Meldungen im Event Log des Hyper-V Hosts kommen:

Log Name: System
Source: storvsp
Event ID: 6
Level: Warning
Description: A storage device in ‘<VM>’ loaded but has a different version from server. Server version 4.2 Client version 2.0 (Virtual machine ID <GUI>). The device will work, but this is an unsupported configuration. This means that technical support will not be provided until this problem is resolved. To fix this problem, upgrade the integration services. To upgrade, connect to the virtual machine and select Insert Integration Services Setup Disk from the Action menu.

Wie in der Meldung beschrieben funktionieren die IS tadellos. Der Event Log Eintrag zu Networking Driver und Storage Device können daher ohne Problem ignoriert werden.

Download

Die Linux Integration Services Version in der Version 3.1 stehen nicht mehr zur Verfügung, da eine aktualisierte Version veröffentlicht wurde: Hyper-V Integration Services 3.2 released

Weitere Informationen

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About the Author

Michel Luescher is a solution architect in the worldwide Datacenter & Cloud Infrastructure Center of Excellence (CoE) at Microsoft Corporation based out of Zurich, Switzerland. Primarily, Michel is focused on hybrid cloud solutions (Hyper-V, System Center and Microsoft Azure). In addition Michel is speaker, blogger and author of several books.

Comments (1)

  • Mat says:

    Endlich der Ritterschlag für Kernel >= 2.6.32 (auf dem RHEL6 basiert)!

    Denn solange die Module im Upstream auf dem Stabilitätsniveau von 2.6.33, bis sagen wir mal .38 waren, gabs entweder eine lahme Linux VM mit Legacy-Komponenten oder aber ich konnte zusehen wie etwa Ubuntu VMs im Wochentakt oder bei erhöhter Last Storage und Netzwerkadapter gnadenlos abschmierten. – Bisher war einzig RHEL5 und SLES stabil und genug schnell nutzbar.

    Nun endlich ein RPM-Paket für die Treiber, das spec wurde gemäss Sourcen übrigens von Suse geschrieben…

     

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Hyper-V Kernel Modules bei einem Linux Guest Hyper-V Cluster Virtual Machine Renaming Script