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Probleme beim Exportieren von Virtual Machines in die VMM Library

VIRTUAL MACHINE MANAGER

Export / Import von Virtual Machines ist eine beliebte Funktion in Entwicklungs- und Testumgebungen. Mit dem Virtual Machine Manager wird diese Funktion noch etwas optimiert. Denn Virtual Machines werden nicht einfach an einen beliebigen Ort exportiert, sondern in die VMM Library. Von dort aus kann diese auch sehr einfach wieder bei einem verwalteten VM Hosts importiert werden.

Damit eine VM in die Library verschoben werden kann, muss diese gestoppt, heruntergefahren oder in einem Saved State sein. Da dieser Status ebenfalls berücksichtigt wird, kann eine VM im Saved State unter Umständen auf einem VM Host mit einer abweichenden CPU nicht importiert werden. Was gilt es noch zu beachten? In der VMM Library wird ein Ordner mit sämtlichen Dateien angelegt. Dieser Ordner bleibt allerdings “hidden” bis der Job vollständig abgeschlossen wurde.

Ein bekannter (Konfigurations-) Fehler beim Exportieren / Verschieben in die VMM Library ist jener, wo der Job bei 85% mit folgender Fehlermeldung abbricht:

Error (2940)
VMM is unable to complete the requested file transfer. The connection to the HTTP server [Hyper-V Hostname] could not be established.
(Unknown error (0x80072ee2))

Recommended Action
Ensure that the HTTP service and/or the agent on the machine [Hyper-V Hostname] are installed and running and that a firewall is not blocking HTTPS traffic.

In der Job Ansicht bricht der Job vor “Fix up differencing disks” ab. Dies kann für die Analyse des Problems sehr irreführend sein, denn in den meisten Fällen liegt das Problem an einer anderen Stelle.

Um das Problem zu lösen, sollten folgende Punkte auf dem Hyper-V Host überprüft und korrigiert werden:

  • DNS und Gateway Einstellung auf dem Hyper-V Host korrekt? Der VMM Server / die VMM Library muss über DNS erreichbar sein
  • Network Adapter Order korrekt? Der Management Adapter muss an für die Network Services als erster Adapter definiert sein: ncpa.cpl ⇒ Advanced Settings ([ Alt ] + [ N ]) ⇒ Adapters and Bindings

In den meisten Fällen stehen DNS Probleme hinter diesem Problem. Wenn nicht, dann könnte es auch an bereits belegten Netzwerk Ports liegen. Zum Beispiel wenn das Self-Service Portal auf Server mit der VMM Library installiert wurde und beide Dienste TCP 443 nutzen möchten (HTTPS vs. BITS). In solch einem Fall kann der BITS Port angepasst werden:

  1. Auf dem VMM Server die Registry öffnen und einen neuen Port definieren (z.B. 8500)
    1. Key: HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Microsoft System Center Virtual Machine Manager Server\Settings
    2. Entry: BITSTcpPort
    3. Value (alt): 443 (Decimal)
    4. Value (neu): 8500 (Decimal)
  2. Firewall Regel “Virtual Machine Manager Server” anpassen (Zugriff für “8500” erlauben)
  3. VMM Service neu starten

Weitere Informationen

Bevor die Registry bearbeitet wird, sollte zwingend ein Backup erstellt werden (siehe KB 322756). Die inkorrekte Verwendung eines Registry-Editors kann schwerwiegende Probleme verursachen. Die Anpassung erfolgt auf eigene Verantwortung.

Hyper-V , SCVMM

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About the Author

Michel Luescher is a solution architect in the worldwide Datacenter & Cloud Infrastructure Center of Excellence (CoE) at Microsoft Corporation based out of Zurich, Switzerland. Primarily, Michel is focused on hybrid cloud solutions (Hyper-V, System Center and Microsoft Azure). In addition Michel is speaker, blogger and author of several books.

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